Wie streichelt man Hunde richtig?

Hund streicheln

Streicheln ist nicht gleich streicheln, auch bei Hunden nicht. Tatsächlich kann die Art, wie man einen Hund streicheln, sich ziemlich auf dessen Wohlbefinden auswirken und damit einen Unterschied in der Beziehung zu dem jeweiligen Menschen machen. 

 

 

Ein Team deutscher Forscher untersuchte das Stressverhalten von 28 verschiedenen Hunden, abhängig davon, wo und wie sie gestreichelt wurden. Dabei konzentrierte man sich auf die Pulsrate, aus der die Forscher eine komplizierte Analyse anlegten, um das Level an Aufregung des Hundes festzustellen, aber auch um zu erkunden, ob der Hund insgesamt positiv oder negativ reagierte. 

 

Die getesteten Hunde waren im Durchschnitt etwa 5 Jahre alt und es handelte sich um Haustiere aus privaten Haushalten mit unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Lebensgeschichte. Der jeweilige Hund wurde in einen Raum gebracht, in dem der Hundehalter zwar anwesend war, sich aber neutral gab. Ein dem Hund fremder Mensch streichelte den Hund auf 9 verschiedene Arten. Die neun verschiedenen Streichelweisen waren:

 

1. Hund an der Schulter tätscheln.

2) Hund an der Brust tätscheln.

3) Hund im Genick tätscheln.

4) Hund am Boden halten und dabei streicheln.

5) Eine Vorderpfote des Hundes festhalten.

6) Hund auf dem Kopf tätscheln.

7) Den Hund am oberen Ende seines Schwanzes kraulen.

8) Den Hund am Halsband festhalten und streicheln.

9) Die Schnauze des Hundes mit einer Hand zuhalten.

 

 

Beim Verhalten der Hunde achtete man nicht nur auf offensichtlichen Unwillen oder Stress sowie Ausweichen oder Versteifen, sondern auch auf subtilere Anzeichen wie das Lecken in der Luft, Pfoten anheben oder Gähnen.

Die unterschiedlichen Arten, den Hund zu streicheln lösten grundsätzlich sehr verschiedene Verhaltensweisen in den Hunden aus. Die Arten 4, 8 und 9, bei denen die Hunde in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden, lösten die meisten negativen Reaktionen bei allen Hunden aus. 

Weniger lästig aber immer noch eindeutig negativ war das Streicheln des Kopfes und das Festhalten der Pfote. 

Am positivsten reagierten die Hunde auf das Streicheln an Brust und Schulter und das Kraulen am unterhalb der Wirbelsäule am Schwanzansatz.

 

Wichtig ist zu bemerken, dass die Hunde so auf einen fremden Menschen reagierten. Menschen, die dem Hund vertraut sind, dürfen sich im Allgemeinen mehr erlauben, ohne dass der Hund sich gestresst fühlt. 

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