Wie füttert man junge Kaninchen

Kaninchenbaby

Ein junges Kaninchen braucht die richtige Nahrung, um gesund heranzuwachsen. Neben einem frischen und sauberen Schälchen Wasser brauchen Kaninchen, die erst wenige Wochen alt sind, die richtige Art Futter ihrem Alter entsprechend. Je besser das Futter schon als Kaninchenjunges ist, umso gesünder wird das Tier in seinem späteren Leben sein und umso mehr Jahre kann man seien Gesellschaft genießen.

 

Spezielles Milchpulver für Katzenkinder können Kaninchen auch bekommen. Ein Kaninchenbaby, dass noch kein Fell hat und dessen Augen sich noch nicht geöffnet haben, bekommt etwa alle drei Stunden einen Milliliter warme Babymilch, am besten mit einer Spritze direkt ins Mäulchen gegeben (natürlich ohne Nadel). Wichtig ist, das Kaninchenbaby langsam zu füttern, damit es die Milch nicht in die Lungen bekommt. Ein Kaninchen, dass bereits Fell aber noch geschlossene Augen hat, bekommt zwei Milliliter Milch alle drei Stunden. Das Kaninchenbaby nicht zwingen zu trinken, wenn es nicht mehr möchte. Viele Kaninchenbabys sterben durch Überfütterung.

Heu ist lebenswichtig für Kaninchen, auch schon sehr junge Tiere. Die im Heu enthaltenen Ballaststoffe sorgen für gute Verdauung. Kaninchen sind sehr empfindlich für Darmprobleme, die leider sehr häufig tödlich enden. Der Käfig des Kaninchens kann ruhig mit Heu gefüllt werden, denn die Kaninchen verstecken sich gern in Heuhöhlen und fressen nur soviel Heu, wie sie brauchen. Kaninchen mögen gern den Geschmack von Luzerne und Kleeheu, die jedoch sehr viel Protein enthalten. Sicherer ist gewöhnliches Wiesengras oder Süßgras. Auch Hafer- oder Weizenstroh ist gut für Kaninchen. Immer darauf achten, dass das Kaninchen genügend frisches Heu zur Verfügung hat.

Fertiges Kaninchenfutter enthält die notwendigen Vitamine und Mineralien, die ein Kaninchen zum Leben braucht. Kaninchenbabys sollten stets ein volles Näpfchen mit Kaninchenfutter haben, dass es nach Belieben knabbern kann. Erwachsene Kaninchen brauchen weniger Futter, denn es ist sehr kalorienreich. Ab einem Jahr frisst ein Kaninchen täglich zwischen 1/4 und 1/2 Tasse Trockenfutter.

Frischfutter ist ebenfalls sehr wichtig sowohl für das heranwachsende als auch das ausgewachsene Kaninchen. Ab etwa zwei Monaten können Kaninchenbabys frisches Gemüse bekommen. Zu Beginn sind Kopfsalat und Möhren gut. Ein Stück frisches Obst oder Gemüse in ein sauberes Schälchen legen und jeden Tag wechseln. Wenn das Kaninchenbaby das gereichte Gemüse gut verträgt, kann man neue Sorten ausprobieren. Grünblättrige Gemüsesorten wie Brokkoli, Petersilie, das Grüngemüse von Möhren, Minze und Spinat sind gut für junge Kaninchen. Ideal sind drei verschiedene Sorten Gemüse pro Tag. Bis das Tier mindestens zweieinhalb Kilo wiegt, sollte man kein Obst anbieten, denn die Fruchtsäuren können zu aggressiv für das noch nicht voll entwickelte Verdauungssystem der Kaninchen sein. Dem ausgewachsenen Kaninchen kann man Äpfel und Birnen geben, jedoch nicht zuviel auf einmal, da es sonst Durchfall bekommt.

Auf keinen Fall soll ein Kaninchen stärkehaltige Gemüsesorten wie Kartoffeln, Bohnen, Mais oder Erbsen sowie alles, was gekocht wurde bekommen.

Frisches Wasser sollte immer reichlich vorhanden sein, denn Kaninchen trinken sehr viel Wasser. Die tägliche Menge Trinkwasser sollte etwa das Doppelte an Gewicht sein wie das Futter. Ein Kaninchen, dass 24 Stunden lang nichts trinkt, kann ernsthaft krank werden oder sterben.

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