Spinnen als Haustiere: Vorteile und Nachteile

Spinne als Haustier

Obwohl sich Spinnen allgemein keiner großen Beliebtheit erfreuen, gibt es viele Menschen, die Spinnen tatsächlich mögen und sie sammeln zur Haltung als Haustiere. Es gibt Vorteile und Nachteile für die Haltung von Spinnen.

 

Vorteile für Spinnen als Haustiere

Spinnen sind saubere und ruhige Haustiere.
Spinnen beanspruchen wenig Platz zum Leben. Ein Terrarium ist ausreichend als Wohnraum für Spinnen.
Viele Menschen finden das beobachten von Spinnen faszinierend.
Eine domestizierte Spinne braucht weder Streicheleinheiten noch sonstigen sozialen Kontakt.
Eine oder mehrere Spinnen zu halten ist sehr preiswert, denn die Unterhaltskosten sind gering.
Je nach Vorliebe der Spinnenart können viele Exemplare in der Natur selbst gefangen werden.
Wie viele andere Haustierarten auch ist das Beobachten von Spinnen lehrreich; Kinder im entsprechenden Alter lernen Verantwortung und bekommen Interesse an Natur und Wissenschaft.

Nachteile für Spinnen als Haustiere

Beinahe alle Spinnenarten sind in gewissem Maße giftig. Die Gefährlichkeit des Spinnengiftes richtet sich nach der Potenz der jeweiligen Art und der Menge des Giftes, bzw. eventuelle allergische Reaktionen gegen das Spinnengift.
Manche Spinnenarten benötigen exakte Lebensbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lebensraum und Nahrung).
Die meisten Spinnen können gut klettern und leicht durch winzige Spalten entkommen. Ein Spinnenterrarium muss gut verschlossen sein und trotzdem genügend Luft hinein lassen.
Mit der Ausnahme von Tarantulas haben Spinnen eine sehr kurze Lebenserwartung. Mit der richtigen Pflege kann eine Tarantula bis zu 30 Jahre alt werden.
Wenn Spinnen mit Pilzen oder Parasiten infiziert werden, gibt es wenige Tierärzte, die sie behandeln können.
Die meisten Spinnen können nicht herumgetragen werden, denn beim Herunterfallen kann ihr Bauch platzen.
Spinnen müssen für gegenseitige Sicherheit von anderen Haustieren ferngehalten werden. Eine Katze zum Beispiel wird die Spinne fressen, umgekehrt kann die Spinne eine Katze mit ihrem Gift gefährden.
Spinnen vertragen sich gewöhnlich nicht gut mit vielen anderen Spinnen in einem Lebensraum.
Es gibt je nach Wohnort Einschränkungen, die die Haltung von Spinnen untersagen.

Spinnen sind giftig und können je nach des Giftes für Menschen und Tiere gefährlich sein. Besonders wenn Kinder im Haushalt leben, sollte man die Haltung von Spinnen überdenken.
Der Biss einer Spinne kann nicht nur Gift übertragen, sondern auch Infektionen. Dies gilt allerdings für alle Tiere, die Kratzen und Beißen können.

Wie jedes andere Haustier ist auch für die Haltung von Spinnen ein gewisses Maß an Verpflichtung und Hingabe sowie Respekt gegenüber einem Lebewesen erforderlich. Auch eine Spinne sollte nicht aus den falschen Gründen gehalten werden, zum Beispiel um Freunde zu schocken oder cool zu wirken.

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