Die häufigsten Fehler bei der Hundeerziehung

Hundetraining

Im friedlichen Zusammenleben mit einem Hund ist es notwendig, dass der Hund erzogen wird. Bei der Erziehung des Hundes kommt es vor allem darauf an, sich dem Hund verständlich zu machen, so dass er versteht, was sein Herrchen von ihm möchte. Zu häufig kommt es durch Erziehungsfehler zu Missverständnissen zwischen Herr und Hund.

 

Hundeerziehung muss keine harte Arbeit sein. Vielmehr sollte es eine Lebenserfahrung für Hund und Halter sein. Beide lernen und lehren sich gegenseitig, es ist ein gemeinsamer Prozess. Hundeerziehung bedeutet nicht das Dominieren des Hundes, es soll auf eine harmonische Beziehung und gegenseitiges Verständnis hinarbeiten.
Der Hund sollte schließlich ein Gefährte werden, kein Untertan.

Dies sind die häufigsten Fehler in der Hundeerziehung, die man vermeiden sollte:

1. Beim Spazierengehen ohne Leine wird der Hund nur gerufen, wenn er wieder an die Leine soll. Für den Hund bedeutet der Ruf des Herrchens sofortiges Anleinen und das Ende seines Vergnügens. Warum sollte er also hören?
Stattdessen den Hund jedesmal belohnen, wenn er auf Zuruf kommt und ihm das Gefühl geben, dass er freiwillig gekommen ist. So oft wie möglich das Rufen üben, den Hund belohnen, wenn er kommt und dann wieder laufen lassen. So lernt der Hund eine positive Assoziation mit dem Zuruf des Herrchens zu verbinden statt der Bestrafung mit der Leine.

2. Den Hund nur zum Pipi machen nach draußen lassen und danach sofort wieder ins Haus scheuchen. Für den Hund ist das Leeren der Blase eher zweitrangig. Hauptsächlich möchte er schnüffeln und stromern. Lernt er, dass er nur für sein Geschäft nach draußen gelassen wird, wird er den Druck halten, bis es gar nicht mehr geht, um so möglichst lange schnüffeln zu können.
Dem Hund sollte man die Zeit geben, die er möchte, so dass er in aller Ruhe Gassi gehen und Freude haben kann.

3. Die Nase in den Urin stecken, wenn der Hund versehentlich in die Wohnung gemacht hat. Der Hund missversteht die Bestrafung. Er glaubt, der Urin selbst wäre die Untat gewesen. Seine logische Konsequenz ist also, in Zukunft dorthin zu pinkeln, wo Herrchen das nicht findet.
Der Hund muss stattdessen lernen, dass es auf den richtigen Ort ankommt, wo er sein Geschäft machen kann. Wird er dabei erwischt, auf den Teppich zu machen, sollte er mit einem scharfen "Nein!" sofort nach draußen gebracht werden.
Und auch hier gilt: Belohnung für gutes Benehmen.

4. Zu lockeres Verhalten bei der Erziehung. Bis der Hund richtig erzogen ist und die Lektion verstanden hat, muss konsequent daran gearbeitet werden. Man sollte nicht einen Tag Pause einlegen, weil man keine Lust oder Zeit hat. Das verwirrt den Hund. Er merkt, dass es an solchen Tagen erlaubt ist, an einem Menschen hochzuspringen, an anderen nicht.
An Tagen mit weniger Zeit die Lektionen kurz halten aber nicht aufhören, daran zu arbeiten.

5. Sich gegen neue Trainingsmethoden sperren. Nicht nur der Mensch, auch der Hund hat sich weiterentwickelt im Laufe der letzten Jahrzehnte. Altbekannte Erziehungsmethoden funktionieren vielleicht heutzutage nicht mehr so wie früher. Wichtig ist, anpassungsfähig zu bleiben. Wenn ein Trick bei dem Hund nicht funktioniert, ruhig mal eine neue Erziehungsmethode ausprobieren.

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