Biotische Faktoren der Tundra

Tundra Biotische Faktoren

Biotische Faktoren sind Lebensbedingungen, die Organismen und ihre Evolution beeinflussen. Dazu gehören Tiere, die um die Nahrung eines Organismus kämpfen, der Einfluss des Menschen und wieviel Nahrung für einen Organismus zur Verfügung steht. Biotische Faktoren, die die Tundra beeinflussen und sich auf die dort lebenden Tiere auswirken sind unter anderem Vegetation, natürliche Feinde, Jagd durch den Menschen und Nahrungsstandorte.

 

Die Pflanzen der Tundra mussten sich den starken Winden und Bodenverhältnissen anpassen. Sie wachsen daher dicht beisammen, um den Einfluss des Windes zu vermindern und haben eine kurze Wachstumsperiode. Im Winter wachsen Tundra-Pflanzen weniger und werden durch Schnee geschützt, was wiederum bedeutet, dass die in der Tundra lebenden Tiere weniger Nahrung zur Verfügung haben. Daher gehen viele Tiere in der Tundra in den Winterschlaf oder wandern nach Süden aus. Die Tiere nutzen die Wärme und Nahrungsfülle der kurzen Vegetationsperiode aus; sie vermehren sich im Sommer und ziehen ihre Jungen schnell groß.

 

Einer der größten Prädatoren in der Tundra ist der Eisbär, dessen Rolle in der Trophieebene der Karnivoren in der Arktischen Tundra die äußerlichen Charakteristiken geschaffen hat. Polarbären ernähren sich vor allem von Walrossen, Fisch und Robben. Ihr Körper hat sich im Laufe der Evolution an die Jagd auf diese Beutetiere angepasst, daher können sie ihrer Beute über große Entfernungen folgen und haben eine 10 Zentimeter dicke Fettschicht, die sie im Eiswasser vor Kälte schützt. Eisbären haben breite Tatzen und Klauen, die ihnen genug Halt auf dem Eis und Wiederstand im Wasser beim Schwimmen geben.

 

Unter den Pflanzenfressern haben sich vor allem die Moschusochsen durchgesetzt. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gras und besitzen zwei Fellschichten: eine äußere Fellschicht, die bis zum Boden reicht und sie vor Wind, Schnee und Regen schützt und eine innere Fellschicht mit warmen Haaren. Diese Fellschichten sowie ihre breiten Hufe ermöglichen dem Moschusochsen, über lange Zeit an einer Stelle Gras zu fressen, ohne in Schnee oder Schlamm zu versinken.

 

Der Polarfuchs hat einen sehr dicken Pelz als Schutz gegen die Kälte der Tundra, was ihn zu einem beliebten Beutetier für den Menschen macht. Aufgrund der Jagd auf den Polarfuchs sind einige Arten mittlerweile beinahe ausgerottet. Um sich weitgehend vor seinen Jägern zu schützen ist das Winterfell des Polarfuchses weiß, das Sommerfell braun.

 

Der Kaiserpinguin hat sich den Verhältnissen seiner Umwelt sehr gut angepasst. Er hat eine dicke Fettschicht und ist ein guter Tieftaucher. Die Knochen des Pinguins sind massiv und beim Tieftauchen verlangsamt sich der Herzschlag und reduziert dadurch den Sauerstoffbedarf.

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