Aggressives Verhalten bei Hunden

Aggressiver Hund hinter dem Zaun

Eines der Hauptprobleme bei Hundebesitzern ist Aggressivität und aggressives Verhalten des Hundes. Aggressivität bei Hunden stellt eine potentielle Gefahr für andere Tiere und Menschen dar. Knurren, Schnappen und Beißen gehören zu den Kommunikationsformen des Hundes, seine Zähne sind zur Selbstverteidigung gedacht. Solches Verhalten ist eine Untugend und muss kontrolliert werden.

 

Ursachen der Aggression

Um das aggressive Verhalten des Hundes zu ändern, sollte man zunächst verstehen lernen, woher die Aggressivität kommt. Verschiedene Arten von Aggression bedürfen verschiedener Lösungen. Reagiert der Hund aggressiv auf die Bedrohung seines sozialen Standes und seiner Rangordnung, handelt es sich um DominanzAgression. Solche Hunde knurren, wenn sie zurückgehalten oder gestört werden.

Andere Aggressionsformen werden durch Angst ausgelöst, wenn der Hund sich bedroht fühlt. Der Hund schnappt, wenn er glaubt, dass er angegriffen wird. Auch Fahrräder, Skateboards und Donner können einem Hund solche Angst machen, dass er aggressiv wird.

Ein Hund, der knurrt, wenn sein Territorium betreten wird, zeigt territoriale Aggression. Dabei kann es sich um sein Futter, sein Spielzeug, sein Haus oder sein Herrchen handeln, das er schützen möchte. Hunde mit territorialer Aggression schützen Dinge und Personen, die sie als ihr Eigentum betrachten.

 

Gesundheitliche Probleme

Wenn ein normalerweise freundlicher Hund plötzliche aggressive Anfälle bekommt, kann er ein gesundheitliches Problem haben und sollte zum Tierarzt gebracht werden. Hunde verstehen die Ursache von Schmerzen oder Unwohlsein nicht. Während manche Hunde sich zurückziehen und apathisch werden, wenn sie krank sind, zeigen andere aggressives Verhalten. Besonders können sie zuschnappen, wenn eine schmerzende Stelle angefasst wird.

 

Maßnahmen gegen Aggressivität

Einen aggressiven Hund zu bestrafen kann sein Verhalten noch verschlimmern, denn dadurch schafft man einen Vertrauensbruch zwischen Hund und Halter. Besonders bei Angst-Aggression wird die Angst durch Bestrafung gesteigert und ruft wiederum mehr Aggressivität hervor. Zeigt die Bezugsperson eine negative Reaktion, kann der Hund annehmen, dass seine Angst berechtigt ist. Ein Hund, der Dominanz-Aggression zeigt, betrachtet einen schimpfenden, verärgerten Menschen als eine Herausforderung. Auch bedeutet Bestrafung, dass die aggressives Verhalten des Hundes akzeptabel ist, denn, wenn der Hund auf eine Situation mit Aggressivität reagiert hat, wurde sein Mensch ebenfalls aggressiv und bestrafte ihn. Durch Bestrafung kann man unbeabsichtigt das Verhalten verstärken.

Ein ängstlicher Hund, der seine Angst durch Aggressivität ausdrückt, muss lernen, dass die Objekte seiner Angst keine Gefahr für ihn darstellen. Dazu nähert man sich dem Objekt und hält den Hund an der Leine. Der Hund wird vorsichtig näher heran geführt, bis er die ersten Anzeichen von Angst zeigt. Dann befiehlt man ihm, zu sitzen und wartet, bis er sich beruhigt. Sobald er sich beruhigt hat, muss er belohnt werden. So kann man den Hund Stück für Stück näher an das gefürchtete Objekt heranbringen. Wichtig ist dabei, dass der Hundehalter selbst ruhig bleibt und das der Hund für positives Verhalten belohnt wird.

Ein aggressiver Hund muss neu trainiert werden. Der Prozess des Verhaltenstrainings kann langwierig sein und erfordert viel Geduld. Auch ist es ratsam, um das Verhalten des Hundes zu verändern, mit dem Hund eine Hundeschule zu besuchen, so dass auch der Mensch lernt, in der entsprechenden Situation richtig zu reagieren.

 

Vorsicht und Verantwortung

Reagiert der Hund aggressiv in bestimmten Situationen, ist der Hundehalter dafür verantwortlich, dass andere Tiere und Menschen sich nicht bedroht fühlen und nicht gefährdet sind. So mag es vorübergehend notwendig sein, dem Hund beim Spazierengehen einen Maulkorb anzulegen, bis sich sein Verhalten gebessert hat.

 

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