Wie kommt man durch ein seelisches Tief

Deprimiert

Es ist ganz normal, von Zeit zu Zeit für kurze Zeit in ein seelisches Tief zu sinken. Verschiedene Umstände können diese Phasen tiefen Selbstmitleids, schlechter Laune und depressiver Verfassung auslösen. Schlechtes Wetter, persönliche Lebensumstände, Stress, Unzufriedenheit, Hormonstörungen und chemisches Ungleichgewicht im Gehirn sind die häufigsten Verursacher des Deprimiertseins.

 

Was im Einzelnen funktioniert, um aus dem seelischen Tief zu kommen, lässt sich nicht vorhersagen, denn es hängt von der Ursache und dem Charakter des Individuums ab. Verschiedene Methoden sind es aber wert, ausprobiert zu werden, um die schlechte Phase zu überbrücken oder sogar zu verkürzen und vielleicht in Zukunft ganz zu verhindern.

Der Betroffene sollte ehrlich zu sich selbst sein und sein seelisches Tief als solches erkennen. Wenn man erkennt, dass es sich um eine Phase depressiver Laune handelt, weiß man, dass sie irgendwann wieder vorüber sein wird. Wenn gar nichts anderes hilft, kann man die Phase abwarten oder versuchen, sich zu beschäftigen, bis sie von selbst wieder vorbei ist.

Ein Spaziergang hilft vielen Menschen bei seelischen Tiefs, denn die körperliche Bewegung an der frischen Luft belebt den Geist und kann das Ungleichgewicht im Körper wieder ausgleichen. Eine Spazierfahrt mit dem Auto ist je nach Verfassung nicht anzuraten, denn die Stimmung kann sich negativ auf die Fahrweise auswirken und gefährlich werden.

Man sollte versuchen, geistig Abstand von der Situation zu nehmen, die den Zustand ausgelöst hat, selbst wenn es nur für wenige Minuten gelingt. Durch Ablenkung und geistiges Konzentrieren auf andere Dinge gleicht sich die Stimmung manchmal aus oder reduziert die Stärke der Phase. Ist man dazu in der Lage, sollte man versuchen, eine Beschäftigung zu finden, die normalerweise Spaß macht. Allerdings sollte man solche Aktivitäten vermeiden, die auf Erfolgserlebnisse angewiesen sind, denn ein Misserfolg kann das genaue Gegenteil erzielen.

Unbedingt versuchen, an andere Dinge zu denken als die eigene schlechte Laune. Je mehr man über sein seelisches Tief nachdenkt, umso mehr verwandelt es sich in Selbsthass und intensiviert die depressive Phase um ein Vielfaches. Auch wenn es zu Anfang schwer fällt, sollte man sich dazu zwingen, an positive Dinge zu denken. Positive Gedanken und Aktivitäten, wenn man sie denn zulässt, können einen oft sehr schnell aus dem Tief reißen.

Leider hilft es oft überhaupt nicht, wenn ein Außenstehender oder sogar der Lebenspartner versucht, den Betroffenen dazu zu bewegen, aus dem Tief herauszukommen. Wer unter einem seelischen Tief leidet, wird sich selten von anderen motivieren lassen. Herausreißen und aufrichten kann der Depressive sich nur selbst, denn nur er allein weiß, welche Aktivitäten und Gedanken eine positive Wirkung auf seinen Zustand haben könnten. Für die Umliegenden ist es also besser, Abstand zu nehmen und zu warten, bis der Betroffene von selbst wieder aus der Phase herauskommt. Gut gemeinte, aufmunternde Bemerkungen oder Sätze wie "anderen geht es viel schlechter als dir" tragen oft eher zur Verschlechterung der Laune bei, denn der Betroffene möchte in seinem Selbstmitleid nichts davon wissen.

Um Stimmungsschwankungen zukünftig zu reduzieren hilft Sport und Entspannung. Manche Menschen fühlen sich nach regelmäßigem Meditieren wohler. Ausreichend Schlaf trägt ebenfalls wesentlich dazu bei, die Stimmungsschwankungen unter Kontrolle zu halten.
Bei häufigen, schweren Anfällen seelischen Tiefs sollte man sich ärztlich untersuchen lassen, denn es könnte ein tiefliegendes psychologisches Problem oder ein chemisches Ungleichgewicht im Körper vorhanden sein, welche sich medikamentös oder therapeutisch behandeln lässt.

Wie verhindert man ein seelisches Tief

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