Konzentration und Aufmerksamkeit bei ADHS kann man antrainieren

Arbeit am Computer

Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben es schwer, sich über längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. In der akademischen Welt kann ADHS eine erhebliche Hinderung am Erfolg darstellen, deshalb sollten Schüler mit dem sogenannten Zappelphillipp-Syndrom lernen, an sich zu arbeiten, denn Konzentrationsfähigkeit lässt sich antrainieren.

 

 

Aufmerksamkeit spielt im akademischen Erfolg eine wesentliche Rolle. Sie beeinflusst die Gedanken und Gefühle und nicht zuletzt das Verhalten. Besonders aber beeinträchtigt mangelnde Aufmerksamkeit die Motivation und hindert so am Erfolg. Aufmerksamkeit bestimmt wer man ist, wer man sein möchte und wie man dies erreicht. Das menschliche Gehirn ist in der Lage, jedes gesetzte Ziel zu erreichen. Je aufmerksamer man durch das tägliche Leben geht, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit das zu werden, was man möchte. 

Funktioniert der Aufmerksamkeitsmechanismus nicht richtig, steht man seinem Glück buchstäblich selbst im Weg. 

 

Wer seine Aufmerksamkeitsfähigkeit trainieren möchte, muss seinen individuellen Weg finden, der ihm hilft, sich auf etwas zu konzentrieren. Gute Aufmerksamkeitsfähigkeit geht Hand in Hand mit guten Entscheidungen. Um ADHS zu kontrollieren und den Aufmerksamkeitsmechanismus zu optimieren, muss man selbst der Boss im eigenen Kopf werden. Man darf sich nicht durch ADHS kontrollieren lassen oder sich gar dahinter verstecken, sondern muss lernen, welche Umstände die eigene Aufmerksamkeit halten und welche nicht und diese zum Schlüssel zum Erfolg machen.

 

Als Vorbereitung jeden Abend vor dem Schlafengehen sollte man sich folgende Fragen selbst stellen und einen Moment nehmen, diese zu reflektieren:

 

1. Was ist das Ziel für den morgigen Tag und was ist meine Verantwortung? Ein Schüler zum Beispiel hat das Lösen einer Aufgabe im Unterricht als Ziel und ist verantwortlich dafür, sich Notizen zum Thema zu machen.

 

2. Wie hilft mir der morgige Tag möglicherweise in der Zukunft? Bekommt man bessere Noten durch besseres Aufpassen öffnen sich die Zukunftsmöglichkeiten und damit die Aussicht auf ein angenehmeres und sorgenfreieres Leben. Auch wenn eine einzige Arbeit oder Klausur im Gesamtbild nichtig erscheint, kann sie dennoch dazu beitragen, den Weg für die Zukunft zu ebnen. Es lohnt sich also, aufmerksam zu sein.

 

 

3. Was lenkt mich im Unterricht ab? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass das Gehirn driftet und wie kann man sie reduzieren? 

 

4. Was erwartet der Lehrer? Der Lehrer ist derjenige, der die Noten vergibt, deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, was dieser erwartet. Meist ist es Notizenmachen, intelligente Fragen zum Thema stellen und auf Fragen des Lehrers antworten zu können. Gute Vorbereitung auf das Thema helfen dabei, den Erwartungen des Lehrers entgegenzukommen. Hat man bereits in vergangenen Stunden gut zugehört, muss man zu Hause weniger nachholen.

 

5. Wie empfinde ich vor den Herausforderungen des Tages? Empfindet man Wut, Frust oder Langeweile, muss man diese Gefühle lernen, hintenanzustellen, denn sie stehen im Weg. Konzentriert man sich auf das größere Ziel vor Augen, ist es manchmal notwendig, gegen seine Gefühle anzukämpfen. Negative Gefühle lenken ab, sollten also kompensiert werden. Am besten lernt man, negative Gefühle zu seinem Vorteil zu nutzen. Ärger und Wut können dabei helfen, kritischer auf ein Thema zu schauen, während Zufriedenheit dazu neigt, schlechte Zuhörer aus den Menschen zu machen. Traurigkeit und depressive Verstimmungen unterstützen das reflexive Denken. Der Grundgedanke ist, die jeweiligen Gefühle und Stimmungen des Tages zu seinem Vorteil zu nutzen und seine Arbeitsweise entsprechend anzupassen. Negative Energie kann produktiv genutzt werden.

 

6. Was kann ich von anderen Menschen lernen und übernehmen? Aus dem Verhalten der Mitmenschen kann man viel für sich selbst lernen. Beobachtet man Menschen, deren Verhalten nützlich für den eigenen Erfolg aussieht, kann man sich daran ein Beispiel nehmen. Umgekehrt sollte man Verhaltensweisen, die hinderlich sein können, blockieren.

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