Akzeptiere deine Angst und bekämpfe sie nicht

Frau mit ängstlichem Gesicht

Viele Menschen befinden sich permanent in einem Zustand von Angst und Nervosität. Für die meisten unter uns ist das Leben jedoch überhaupt nicht so gefährlich und beängstigend, wie unser Gehirn uns glauben macht.

Die Ängste, die die meisten Menschen täglich empfinden, sind oft psychologisch und eingebildete Bedrohungen, auf die das Nervensystem und der Körper so reagieren, als wären sie tatsächliche Gefahren. Die ursprünglichen Angstauslöser sind also meist nicht echt, die Gefühle, die man dadurch empfindet, sind allerdings sehr real.

Die Angst wird normalerweise ausgelöst, wenn Dinge auf einen zu kommen, die man nicht glaubt, meistern zu können. Zum Beispiel durch eine negative Erfahrung in einer ähnlichen Situation in der Vergangenheit.

Während also der Angstauslöser auf schlechter Erfahrung oder Sorgen um ein mögliches Ergebnis der Situation beruhen, ist es eigentlich die Angst selbst, die den meisten Menschen diese Angst bereitet; also die Angst vor der Angst.

Verbringt man seine Zeit damit, seine Angstgefühle unter Kontrolle zu bekommen, erreicht man damit leider oft nur, dass man sich tiefer in Stress und Nervosität verliert.

Angst kann man nicht einfach so stoppen und es ist nicht gut, sie mit Gewalt überwinden zu wollen. Wer versucht, seine Angst brutal zu bekämpfen, wird mehr Nahrung für die Angst in der Zukunft bieten.

Die Taktik des Vermeidens von bestimmten Situationen führt aber auch zu keinem Ergebnis, sie erlaubt lediglich kurzfristigen Aufschub. 

Besser ist es also, Frieden mit der inneren Angst zu schließen und seine Kraft und Energie auf die Dinge zu konzentrieren, die einem Entspannung und positive Emotionen bringen.

Angst ist nur ein Gefühl, dass nach einiger Zeit wieder vorüber geht, solange man nicht versucht, zu stark dagegen zu kämpfen. Es ist vollkommen in Ordnung, ängstlich oder nervös zu sein, man muss lernen, sich mit seiner Angst wohlzufühlen. 

Deine Angst ist nur eine Assoziation und eine gewohnte Reaktion auf eine Situation, die das Gehirn gelernt hat, mit Bedrohung in Verbindung zu bringen. 

Die körperliche Reaktion auf eine Bedrohung ist flaches und schnelles Atmen, angehaltener Atem und angespannte Muskeln. Menschen, die häufig so auf eine stressige Situation reagieren, für die wird diese körperliche Reaktion zur Gewohnheit und sie reagieren deshalb auf mehr und mehr Situationen mit Angst. 

Um diese Ängste zu reduzieren, muss man zunächst einmal bewusst die körperliche Anspannung wahrnehmen, so dass man lernen kann, die Gewohnheit zu brechen. Anstatt sich also von der körperlichen Anspannung mitreißen zu lassen, sollte man lernen, die Auslöser zu erkennen und den Körper bewusst wieder zu lockern.

Man kann die Angst nicht durch kämpfen loswerden, ein besserer Weg ist, zu lernen, körperlich ruhig um die Angst herum zu bleiben und sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es für den Körper nicht möglich ist, Angst zu empfinden, wenn die Muskeln entspannt sind. Durch Meditation und Entspannungsübungen kann man lernen, wenn der Körper angespannt ist, auszuatmen und die angespannten Muskelgruppen eine nach der anderen zu lockern. Gleichzeitig kann man seine Atmung bewusst verlangsamen. Dies sendet dem Gehirn die Botschaft, dass es keinen Grund zur Bedrohung gibt, und es hört auf, Stresshormone zu produzieren.

Versuche nicht, die Angst zu bekämpfen, denn dadurch wird sie stärker. Stattdessen, beobachte deine körperlichen Reaktionen und lass die Angst friedlich auf- und wieder abebben., als ginge sie dich gar nichts an. Angst nährt sich davon, wenn du deine Aufmerksamkeit auf sie richtest, wenn du sie ignorierst, wird sie geschwächt.

 

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