Haarausfall

Haarausfall

Am Körper haben Mann sowie Frau Haare, mal mehr, mal weniger, mal heller, mal dunkler. Außer an Schleimhäuten, Lippen, Hand-und Fußsohlen sprießen sie munter vor sich hin, bis sie ausfallen, oder abgeschnitten werden.



Haare wachsen nach, es sei denn man neigt zu einer Glatzenbildung, die genetisch vererbt und altersbedingt besonders Männern Probleme bereitet.

 

Aber auch Frauen können davon betroffen sein, oder durchlaufen Phasen, in denen sie vermehrt Haarausfall haben, z.B. nach einer Schwangerschaft.



Der Urmensch war noch von einem dichten Fell bewachsen, das ihn vor Wind und Witterung schützte. Die Forschung hat das Geheimnis des Verlustes dieser Haarpracht noch nicht vollends lösen können, es wird vermutet, dass es mit der vermehrten Schweißbildung beim Menschen zusammenhängt, denn bei starkem Haarbewuchs verdunstet der Schweiß nur langsam.

Haar ist eigentlich totes Zellmaterial, Hornhaut also, wie Fingernägel und Fußnägel. Heute hat die Haarpracht eine stark sozial ausgerichtete Funktion, wir machen an ihr Faktoren wie Schönheit, Attraktivität und Gepflegtheit fest. Das Friseurhandwerk ist in aller Welt in irgendeiner Form ausgeprägt und Frisuren können zum Teil sogar zu Statussymbolen werden, zumindest aber zur Persönlichkeit zugehörig und sie charakterisierend.

Ob ein Mensch Locken, oder glatte Haare hat, hängt in erster Linie natürlich von seinem Erbgut ab. Für die Haare selbst gilt, je runder der Querschnitt, desto glatter die Haare. Anders herum, je lockiger, oder gekräuselter die Haare, desto elliptischer ist der Querschnitt eines Haares. Die extremste Form ist bei Schwarzafrikanern zu finden, glatte Haare findet man besonders unter Asiaten. Der Querschnitt wird durch den Verhornungsprozess des Haares beim Austritt aus der Haut bestimmt, am Ansatz des Haarfollikels, der die Hornpartikel zum Haar formt.

Aber nicht nur die Form spielt eine Rolle, sondern auch die Aufbaustoffe des Haares, die Proteine. Im Laufe eines Lebens kann sich diese bei einem Menschen ändern, somit kann sich auch die Tendenz zu Locken, oder glatten Haaren ändern. Dies wird durch die so genannten Alpha-Helix-Strukturen festgelegt, deren Vorkommen im Haar maßgeblich sind.

Für die Haarfarbe sind Melanine verantwortlich, die man sich wie Farbpigmente vorstellen muss. Sie gibt es in zwei Haupttönen, dem schwarz-braunen Pigment für dunkles Haar, das Eumlamin und dem roten Pigment für blonde und rote Schattierungen, das Phäomelanin. Ihre Anteile in den Haaren machen die Farbe aus.

Grau werden die Haare, wenn weniger Melanin produziert wird und stattdessen Luft von der Haarwurzel aufgenommen wird. Graue Haare sind unerwünscht und unattraktiv, zumindest in Kreisen von Modebewussten, denn hier werden sie systematisch mit Färbungen bekämpft und vertuscht, dies auch immer häufiger beim Mann.

Chemische Mittel können die Haarstruktur absichtlich verändern, dies geschieht z.B. bei Dauerwellen und durch andere Haarpflegemittel.

 

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