Wie gesund ist unser Zuhause

Wie gesund ist unser Zuhause

Wir haben keinen oder nur sehr wenig Einfluss darauf, wie gut die Luft draußen ist, die wir einatmen, doch in unserem eigenen Heim können wir die Qualität der Atemluft kontrollieren. Prüfe die Gefahrenherde deiner Wohnung und mach dein Heim gesünder.

 

Haustür und Wohnungstür: Durch die Haustür tragen wir eine Menge Schmutz und damit Bakterien von draußen in die Wohnung. Um die Menge des Schmutzes drastisch zu reduzieren, sollte eine robuste Fußmatte vor der Tür liegen, um den größten Schmutz von den Schuhen abzustreifen. Damit jeder, der ins Haus eintritt, sich die Füße mehrmals abstreifen muss, kannst du die Fußmatte entweder um 90 Grad drehen oder zwei Fußmatten hintereinander legen. Auch musst du die Fußmatte regelmäßig ausklopfen, damit sich der Dreck nicht ansammelt.

 

Bleihaltige Farbe: Durch jahrelanges Einatmen von Staub und Gasen bleihaltiger Farbe kann das Gehirn geschädigt werden. Befindet sich bereits bleihaltige Farbe im Haus, solltest du sie nicht selbst entfernen, sondern einen Fachmann bestellen. Alternativ kannst du mit bleihaltiger Farbe bestrichene Wände mit Tapete oder Wandpaneelen überdecken.

 

Fenster: Die Wohnung sollte nicht durch permanent geschlossene Fenster hermetisch abgeriegelt sein. Lieber mindestens ein Fenster das ganze Jahr über einen Spalt auflassen, damit Gase von Reinigungsprodukten und Materialien entweichen können. Auch wird durch immer frische Luft Schimmelbildung reduziert. Um die Luft noch sauberer zu bekommen, kannst du einen Luftreiniger mit Aktivkohle kaufen.

 

Sperrholz: Möbel aus Sperrholz können Formaldehyd enthalten, einen bekannten Krebserreger. Statt Sperrholz lieber Möbel aus Hartholz besorgen, oder Metallregale statt Sperrholzplatten. Nach dem Kaufen neuer Möbel das Fenster einige Stunden weit öffnen, damit das Material ausgasen kann.

 

Klimaanlage: Klimaanlagen können Herde für Schimmelpilz werden, besonders in der Zeit, in der sie nicht benutzt werden. Wasserbehälter und Filter häufig reinigen.

 

Wandschränke und Einbauschränke: Befindet sich Kleidung in dem Wandschrank, die regelmäßig zur Reinigung gebracht wird, solltest du darauf achten, dass die Reinigung möglichst wenig Perchloräthylen verwendet, ein Lösungsmittel, dass sich in vielen chemischen Fleckenentfernern befindet. Außerdem die Schutzhülle bereits im Laden abnehmen, damit die Kleidung auf dem Weg nach Hause durchgelüftet wird. Keine Mottenkugeln verwenden, die giftige Gase freisetzen können. Zur Lufterfrischung im Wandschrank Zedernspäne und aromatische Kräuter wie Lavendel und Eukalytus verwenden.

 

Teppichboden: Teppichboden kann mit der Zeit zum Bakterienherd werden, denn Staubmilben und gefährliche Gase werden darin aufgefangen. Auch kann sich unter Teppichboden Moder und Schimmel bilden. Synthetische Teppiche können flüchtige organische Verbindungen (VOC) freisetzen. Gesündere Alternativen zum Teppichboden sind Parkett, Linoleum, Keramikfliesen oder andere Böden mit harter Oberfläche.

 

Gasherd: Über dem Gasherd eine Abzugshaube installieren, um die Verbrennungsrückstände des Gases in der Luft zu reduzieren. Die Gasflamme regelmäßig prüfen, sie sollte blau mit sehr wenig gelb sein. Gibt es zuviel Gelb oder Orange in der Flamme kann es sein, dass zuviel Kohlenmonoxid entsteht. Zur Sicherheit kannst du einen Kohlenmonoxiddetektor installieren.

 

Waschbecken und Toilette: Leicht undichte Armaturen erhöhen die Raumfeuchtigkeit und bilden eine gute Grundlage für schwarzen Schimmel (Stachybotrys Chartarum). Schwarzer Schimmel kann sich auf Wänden, im Teppich und in Fugen ausbreiten. Schwarzer Schimmel kann Müdigkeit, Haut- und Augenkrankheiten sowie Störungen des Zentralen Nervensystems verursachen. Nassräume sollten häufig gelüftet werden und undichte Armaturen repariert.

 

Waschmaschine und Geschirrspüler: Geschirrspüler sollten grundsätzlich erst geöffnet werden, wenn sie ausgekühlt sind, damit sich keine Chemikalien mit dem austretenden Wasserdampf in der Luft ausbreiten. Fäkalbakterien und Viren können den Waschgang in der Waschmaschine überleben und sich mit der feuchten Wäsche ausbreiten. Um die Wäsche keimfrei zu machen, kannst du ein wenig Bleiche in den ersten Waschgang geben. Unterwäsche sollte separat von anderer Kleidung mit heißerem Wasser gewaschen werden.

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