Wie schützt man sich vor Antibiotika-Resistenz

Antibiotika Resistenz

Seit der Entwicklung von Penizillin werden zahlreiche Antibiotika hergestellt. Leider sind immer mehr davon wirkungslos, denn die Bakterien entwickeln Widerstandsfähigkeit gegen die Mittel. Das Problem sind nicht die Medikamente, sondern übermäßiger Einsatz von Antibiotika und mangelnde Hygiene im Haushalt.

 

Am meisten werden die Hände mit Bakterien verseucht, denn sie berühren nicht nur Oberflächen, sondern auch Lebensmittel. In Fleischwaren zum Beispiel sind oft Mikroorganismen enthalten, die durch die Fütterung von Antibiotika an die Schlachttiere resistent geworden sind. Bei der Zubereitung von Speisen gilt also unbedingt: vor und nach dem Anfassen der Lebensmittel gründlich die Hände waschen.

Schneiden sollte man Lebensmittel nicht auf Plastikbrettern, denn dort überleben die Keime. Holzbretter haben antibakterielle Eigenschaften und eignen sich daher viel besser zur hygienischen Zubereitung von Essen.

Spülschwämme und Lappen sollte mindestens alle zweimal pro Woche ausgewechselt werden, denn auf ihnen sammeln sich besonders viele Keime an.

Spüle und Arbeitsplatte nach dem Kochen gut sauber wischen und abtrocknen. Zum Reinigen keine scharfen Putzmittel verwenden, denn sie verseuchen das Wasser und vernichten die nützlichen Bakterien. Biologisch abbaubare Mittel sind völlig ausreichend.

Kleidung wird beim Waschen bei 30 bis 40 Grad hygienisch einwandfrei, auch ohne Hygienespüler. Wird die Wäsche zusätzlich im Wäschetrockner getrocknet, besteht keinerlei Gefahr von Keimen. Auch gibt es keinen einzigen bekannten Krankheitsfall, der durch infizierte Kleidung verursacht wurde.

In Bad gibt es überraschend wenige Bakterien, denn Oberschenkel und Po sind wesentlich weniger bakterienverseucht als die Hände. Po und Oberschenkel sind unter der Kleidung geschützt und berühren nur wenige Oberflächen.

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung von Resistenz gegen Antibiotika ist das übermäßige Einnehmen von antibiotischen Medikamenten. Oft werden Antibiotika bei Mittelohrentzündung oder Husten verschrieben, obwohl nicht Bakterien, sondern Viren die Auslöser sind. Dies liegt nicht immer nur an den Ärzten, denn oft überreden die Patienten den Arzt zum Verschreiben eines Antibiotikums, weil sie glauben, bei jeder Infektion müsse mit antibiotischen Mitteln behandelt werden.
Alternativ sollte man ruhig wieder zu Natur-Arzneien greifen, denn Pflanzen müssen seit Millionen von Jahren Bakterien abwehren und passen sich ständig neu an. So kann keine Resistenz entstehen.

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