Welche Pflanzen sind giftig für Menschen

 Giftpflanzen im Garten

Im eigenen Garten oder in der Natur gibt es mehr Gefahr als man denkt. Harmlos aussehende Blumen können vor allem für Kinder lebensgefährlich werden. Welches sind die häufigsten Giftpflanzen in Deutschland?

 

 

Viele Pflanzen enthalten Gifte zum Schutz vor Schädlingen wie Schnecken, Läusen oder Vögeln. Oft sind nur wenige Milligramm dieser Substanzen lebensbedrohlich. Nicht alle Teile einer Pflanze sind gleich giftig, je nach Art befindet sich das Gift in Blättern oder Blüten. Kinder sind besonders gefährdet, denn sie stecken sich Vieles in den Mund. 

 

Die häufigsten Giftpflanzen

 

Eisenhut

Eisenhut

 

Eisenhut zählt als die giftigsten Pflanze in Europa. Sie wächst in Wäldern, an Bächen, auf feuchten Wildwiesen und häufig in Ziergärten. Es gibt gelben und blauen Eisenhut. Bereits durch den Hautkontakt beim Pflücken der Pflanze kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Neben Hautreaktionen kann es zu Atemlähmung und Herzrhythmusstörungen kommen. Schone wenige Milligramm sind für einen Menschen tödlich.

 

Fingerhut

Fingerhut

 

Auch den Fingerhut findet man auf fast jeder Wildwiese. Alle Teile des Fingerhuts sind giftig. Durch Verschlucken von Pflanzenteilen kommt es im harmlosen Fall zu Übelkeit, in schweren Fällen zu Herzrhythmusstörungen.

 

Engelstrompete 

Engelstrompete

 

Auch von dieser beliebten Zierpflanze sind sowohl Blüten als auch Blätter und Stengel giftig. Vergiftungserscheinungen durch Engelstrompete reichen von Erbrechen bis zu Herzproblemen.

 

Goldregen

Goldregen

 

Goldregen findet man häufig in Ziergärten und Grünanlagen. Alle Teile der Pflanze enthalten Gift. Besonders gefährlich ist Goldregen für Kinder, weil diese oft die Schoten aufsammeln und die darin enthaltenen Samen besonders hoch konzentriertes Gift haben. 

 

Eibe

Eibe

 

Das Fruchtfleisch der Beeren ist ungefährlich. Giftig sind die Nadeln und die Samen. Vögel fressen die Beeren der Eibe und scheiden die Samen mit dem Gift unverdaut wieder aus. Da die Beeren für den Menschen unangenehm bitter schmecken, ist eine Vergiftung durch Eibe eher selten.

 

Weitere Pflanzen, die wie die Engelstrompete giftige Alkaloide enthalten, sind Tollkirsche, Herbstzeitlose und Steckapfel. Die Alkaloide wirken auf das Zentrale Nervensystem. 

Fingerhut, Maiglöckchen und Oleander enthalten giftige Glykoside. Diese werden in geringen Dosen in der homöopathischen Medizin verwendet.

 

 

Vorbeugung und Erste Hilfe bei Vergiftung durch Giftpflanzen

 

Wichtig ist es, die häufigsten Giftpflanzen zu erkennen und einen Garten, in dem Kinder unbeaufsichtigt spielen, nach giftigen Pflanzen zu untersuchen. Weiß man von der Existenz bestimmter Pflanzen, in deren Umgebung die Kinder spielen, sollten diese niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Sinnvoll ist es auch im Notfall, dem Arzt Auskunft über die vorhandenen Pflanzen zu geben.

 

Im eigenen Garten sollte man giftige Pflanzen entfernen, wenn Kinder im Haus leben oder häufig zu Besuch kommen. 

 

Nach dem Anfassen von Pflanzen sollten grundsätzlich die Hände gewaschen werden.

 

Kommt es doch einmal zu einer Vergiftung, ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Unbedingt erst den Mund des Kindes untersuchen und gegebenenfalls alle Pflanzenteile entfernen. Die Pflanzenreste dem Arzt vorlegen.

Wenn möglich sofort ein Glas Wasser trinken, denn das lindert die Reizung und verdünnt das Gift. Mehr als ein Glas sollte man allerdings nicht trinken.

Bei starken Vergiftungserscheinungen den Notarzt oder die Giftnotrufzentrale anrufen.

 

Titelfoto: Peter Barr

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen