Was verursacht Kältekopfschmerz beim Eisessen?

Eis am Stiel

Kältekopfschmerz oder Hirnfrost ist medizinisch als Sphenopalatine Ganglioneuralgia bekannt und beschreibt den plötzlichen Kopfschmerz in der Stirngegend, wenn man eiskalte Getränke oder Speisen verzehrt. Der Kopfschmerz vergeht zwar schnell wieder, ist aber sehr unangenehm, so dass man ihn in Zukunft besser verhindern sollte.

 

Wenn ein kaltes Getränk den Gaumen berührt, ziehen sich die Blutbahnen schnell zusammen, um den Verlust der Körperwärme zu reduzieren. Sobald die Kälte abebbt, beginnen sie sich wieder auszudehnen, um durch schnellen Blutfluss den Mund wieder aufzuwärmen. Die Kopfschmerzen, die daraufhin folgen, werden ausgelöst, wenn die Schmerzrezeptoren im Mund durch die Nerven Signale an das Gehirn weiterleiten. So entsteht ein stechender Schmerz in der Stirn.

Obwohl höchst unangenehm ist Kältekopfschmerz nicht gefährlich und hat keine Nebeneffekte.

Linderung von Kältekopfschmerz

Die Kopfschmerzen kann man lindern, indem man die Mundhöhle schnell wieder aufwärmt. Dazu die Zunge zusammenrollen und gegen den Gaumen pressen. Die Unterseite der Zunge ist wärmer als die Oberseite, da das kalte Getränk dort nicht hingelangt ist.
Eine warme, nicht zu heiße Flüssigkeit langsam trinken.
Mit der Hand Mund und Nase abdecken und schnell atmen, so erhöht sich die Temperatur in der Mundhöhle.
Den Daumen gegen den Gaumen drücken, vorausgesetzt man hat keine kalten Hände.
Der Schmerz klingt gewöhnlich nach 30 bis 60 Sekunden von allein ab.

Vorbeugung von Kältekopfschmerz

Da man sicherlich nicht auf eiskalte Getränke und Speiseeis verzichten möchte, lässt sich Hirnfrost verhindern, indem man die kalte Substanz erst auf der Zunge zergehen lässt und darauf achtet, dass sie nicht den Gaumen berührt. So sinkt die Temperatur der Mundhöhle allmählich und verursacht kein schockartiges Zusammenziehen der Blutbahnen.

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