Richtiges Verhalten bei Insektenstichen

Biene
Insektenstiche sind sehr unangenehm, können sogar gefährlich werden. Was Bienen, Wespen und Co. absondern, wenn sie zustechen, ist für den Menschen im Allgemeinen nicht gefährlich. Einige reagieren aber mit einem anaphylaktischen Schock, dies beruht auf einer Unverträglichkeit, oder Allergie, gegen Insektengift.



Diese Schockreaktion des Körpers ist zur Abwehr gegen einen gefährlichen Stoff gedacht, für den der Körper das Insektengift hält. Er entwickelt nach einem ersten Stich Antikörper, die bei einem nächsten Stich dann zu den übertriebenen Abwehrreaktionen führen. Der anaphylaktische Schock kündigt sich dann mit Schwellungen der Haut, Jucken und Brennen der Hand-und Fußflächen, sowie Zunge und Rachen an. Schnell gehen die Reaktionen zu Herzrasen, Blutdruckabfall, bis hin zur Ohnmächtigkeit über.



Werden keine sofortigen Maßnahmen zur Behandlung vorgenommen, kann ein Mensch daran sogar sterben, auch der Erstickungstod durch Anschwellen des Rachenraumes ist dabei möglich.


Diese Insektengiftallergie liegt nur bei einem relativ kleinen Anteil der Bevölkerung vor, nämlich bei ca. vier Prozent, jedoch weiß man selbst nie, ob man allergisch reagiert, bis man mindestens zweimal gestochen wurde. Dies hängt damit zusammen, dass der Körper sich beim ersten Stich zunächst mit der Bildung von Antikörpern auf einen weiteren Stich vorbereitet.

Nach einem ersten Stich kann man einen Allergietest durchführen lassen, der besonders dann empfohlen wird, wenn andere Familienmitglieder schon eine bekannte Allergie gegen Insektengift aufweisen.

Was passiert bei einem Insektenstich?

Hat die Biene oder Wespe zugestochen, so veranlasst das Gift im Gehirn des Menschen die Anregung der Histaminproduktion. Hierbei handelt es sich um ein Gewebehormon, das von der Biene und Wespe selbst im Gift vorkommt und auch den menschliche Körper zur Histamin bringt. Das Hormon löst den Juckreiz aus und verleitet zum Kratzen.

Genau das sollte man allerdings nicht tun: Kratzen, denn so wird die Schwellung verschlimmert und die Gefahr begünstigt, dass Bakterien in die Stichwunde eindringen. Kommt es zu Sekundärinfektionen, können diese sehr schwerwiegend verlaufen.

Wie behandelt man einen Insektenstich?

Die Stelle, wo das Insekt gestochen hat, wird anschwellen, daher ist vor allem die Behandlung mit kalten Umschlägen angezeigt. Legt man ein Stück frisch aufgeschnittene Zwiebel auf die Stelle, so zieht diese das Gift aus dem Körper und lindert Juckreiz und Schwellung. Dieses Hausmittel ist besser als Salben, die Antihistaminika beinhalten. Experten empfehlen Antihistaminika lediglich bei Verdacht auf oder schon bestehende Allergie.

Im Regelfall ist ein Aufsuchen eines Arztes nicht notwendig, dies gilt allerdings nur, wenn eine Allergie ausgeschlossen werden kann, und der Insektenstich nicht im Mund-oder Rachenraum aufgetreten ist, sonst muss in jedem Fall sofort ein Notarzt benachrichtigt werden, denn auch Nichtallergiker können von einem Stich in den Mundraum sterben, wenn die Schwellungen die Atmung zu stark behindern.

Als Sofortmaßnahme kann man in diesem Fall dem Betroffenen Eis zu lutschen geben, das die Schwellung etwas ablingen lässt.

Bei Bekanntsein einer Allergie wird den Personen empfohlen, stets ein Notfallset bei sich zu führen.


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen