Nährstoffmangel, typische Nebenwirkung bestimmter Medikamente

Medikamentenfläschchen

Manche Medikamente entziehen dem Körper wichtige Nährstoffe, so kannst du Mangelerscheinungen erkennen und vorbeugen.

 

Viele Medikamente tun nicht nur Gutes im Körper, sondern können langfristig gesundheitlichen Schaden anrichten, wenn sie dem Körper Vitamine und Nährstoffe wegnehmen. Hier findest du eine Liste der Medikamente mit ihrer negativen Wirkung auf den Körper, welche Symptome sich zeigen und wie du am besten vorbeugen kannst.

Antibiotika

Ein Antibiotikum zerstört krankmachende Bakterien im Körper, vernichtet allerdings auch nützliche Darmbakterien. Als Folge kommt es häufig zu Durchfall. Durch den Durchfall wiederum werden Nährstoffe aus dem Körper gespült, ohne vom Darm aufgenommen zu werden, was zu Immunschwächen führt. Vor allem aber kann der Darm ohne die notwendigen Darmbakterien beim Vitamin K bilden.

Zum Wiederaufbau der Darmflora solltest du jeden Tag einen Joghurt oder Kefir mit rechtsdrehenden Lactobakterien (L+) essen. Zum Ausgleich des Mangels an Vitamin K solltest du Vitamin-K-reiche Nahrungsmittel essen, wie zum Beispiel Sauerkraut, Rosenkohl, Spinat, Weizenkleie, Haferflocken und Butter.

Antidepressiva

Ein Antidepressivum kann zu Mängeln an Selen, Zink und B-Vitaminen führen. Selen benötigt der Körper für die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Bei Mangel an Selen kann es zu Schilddrüsenunterfunktion kommen. 

Besonders viel Selen enthalten Paranüsse, Thunfisch, Sardinen, Vollkornprodukte und Haferflocken.

Zinkmangel führt zu schlechter Wundheilung und Schwächung des Immunsystems. Zink findet man besonders in rotem Fleisch, Leber, Fisch, Käse, Getreide und Haferflocken.

Bei langfristiger Einnahme von Antidepressiva kann es zudem zu einem Mangel an Vitamin B12 und Folsäure kommen. Vitamin B12 bekommt man durch Fleisch, Fisch und Eier. Veganer sollten ein Vitamin B12 Präparat aus der Apotheke einnehmen. Folsäure gibt es in Kohl, Spinat, Bananen und Vollkornprodukten.

Cholesterinsenkende Mittel

Durch die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten kann es zu einem Mangel an dem Vitamin Coenzym Q10 kommen, das wichtig für den Zellaufbau ist. Eine Mangelerscheinung ist das Absterben von Zellen. 

Das Vitamin Coenzym Q10 ist in Huhn, Fisch, Eiern, Brokkoli, Blumenkohl, Orangen und Erdbeeren enthalten.

Magensäurehemmende Mittel

Menschen, die häufig an Sodbrennen leiden, lindern ihre Beschwerden durch magensäurehemmende Medikamente, die überschüssige Magensäure neutralisieren. Dadurch wird die Eisenaufnahme erschwert und es kann durch Eisenmangel zu Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit kommen.

Besonders eisenhaltig sind Rindfleisch, Spinat, Bohnen und Aprikosen.

Insulin

Insulin kann zu Magnesiummangel führen. Magnesium ist für die Muskelentspannung notwendig. Typische Mangelerscheinungen an Magnesium sind Bluthochdruck, Herzbeschwerden und Muskelkrämpfe. Grünes Gemüse, Sesam und Kleie enthalten viel Magnesium. 

Metformin

Das Medikament Metformin, welches viele Diabetiker einnehmen, entzieht dem Körper Vitamin B12. Das Vitamin ist wichtig für die Regeneration der Nerven. Bei Mangel an Vitamin B12 kommt es häufig zu Kribbeln in Armen und Beinen.

Neben Vitamin B12-Präparaten kann der Körper das Vitamin durch tierische Produkte wie Fleisch, Fisch und Eier bekommen.

Verhütungsmittel

Bei langfristiger Einnahme der Anti-Baby-Pille kann der Vitamin B12- sowie der Folsäurespiegel gesenkt werden. Folsäure bekommt man durch Bananen, Kohl, Spinat und Vollkornprodukte. Vitamin B12 ist vor allem in Fleisch, Fisch und Eiern enthalten.

Blutdrucksenkende Mittel

Medikamente gegen hohen Blutdruck können bekanntermaßen zu einem Mangel an Kalium, aber auch zu Zink- und Magnesiummangel führen. Kaliummangel kann man am besten durch das Essen von Bananen vorbeugen. Gute Magnesiumlieferanten sind Grünes gemüse, Sesam und Kleie. Gegen Zinkmangel helfen Käse, getreife, rotes fleisch, Fisch und Meerestiere.

 

 

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