Methamphetamin und seine Wirkung auf Zähne und Zahnfleisch

Methamphetamin

Methamphetamin (Crystal Meth) ist sehr schlecht für die Zähne und verursacht sehr schnell Karies. Das weiße, geruchsfreie Pulver kann oral eingenommen, geschnupft, geraucht oder gespritzt werden. Es stimuliert das Zentrale Nervensystem bei gleichzeitiger erhöhter Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin. Methamphetamin kann abhängig machen und ist nicht nur schlecht für die Zähne, sondern auch für Körpergewebe, Blutbahnen, motorische Funktionen und psychologische Reaktionen.

 

Methamphetamin erhöht die Ausschüttung von Dopamin bei gleichzeitiger Hemmung der Wiederaufnahme des Neurotransmitters. Dopamin ist für Motivation, positive Empfindungen und Motorik verantwortlich und wird in das Belohnungszentrum des Gehirns freigesetzt. Dort erzeugt es euphorische Gefühle. Das Empfinden der Euphorie macht einen großen Teil der Abhängigkeit aus. Die psychologischen Nebenwirkungen der Droge können visuelle und auditive Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Paranoia beinhalten.

 

Typisch bei regelmäßigen Usern von Methamphetamin sind abgebrochene, verfärbte und verfaulende Zähne. Zwei der in Methamphetamin enthaltenen Substanzen sind Ammoniak, welches in Düngemitteln verwendet wird und roter Phosphor, der für Streichhölzer gebraucht wird. Diese Substanzen zerfressen den Zahnschmelz und schwächen das Zahnfleisch und die Zähne, so dass diese anfällig für Karies werden. Dazu kommt, dass Methamphetamin-User häufig zu zuckerreichen Speisen und Getränken greifen, mit den Zähnen knirschen und die Mundhygiene vernachlässigen.

Regelmäßige Methamphetamin-User bekommen Adrenalinstöße, die sie zu körperlichen Höchstleistungen motivieren. Sie selbst nehmen ihren Körper oft als schlank wahr, während dieser für die Außenwelt mager und zerbrechlich wirkt. Die Haut verliert ihre Elastizität und sorgt für vorzeitige Alterserscheinung. Da das Körpergewebe und die Blutgefäße von der Droge angegriffen werden, entwickeln Meth-User Akne und Wunden im Gesicht und am Körper, da diese schlecht heilen.

 

Zusätzliche Nebeneffekte sind schneller und unregelmäßiger Herzschlag und erhöhter Blutdruck, welches zu Gehirnschäden führen kann. Auch wird die körpereigene Abwehr geschwächt, so dass Krankheiten schlechter bekämpft werden können. Schlaflosigkeit, Appetitverlust und Unruhe sind die vergleichsweise milden und kurzfristigen Effekte. Langfristige Nebenwirkungen schließen Leberschäden, Schlaganfall und Wahnvorstellungen ein. Oft kratzen die User an ihren Wunden, da sie unter der paranoiden Vorstellung leiden, Würmer unter der Haut zu haben.

Starke Überdosierung der Droge kann tödlich sein.

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