Krank durch Styropor-Behälter

Styroporverpackung

Styropor ist ein beliebtes Material für die Herstellung von Wegwerf-Geschirr. Viele Schnellrestaurants und Getränkeautomaten verwenden Styropor für Trinkbecher und Behälter für Speisen aufgrund der wärmeisolierenden Eigenschaften des Materials. Doch Styropor hat es in sich: Lang- und kurzfristig kann es zu Gesundheitsproblemen führen.

 

 

Styropor ist zweifellos praktisch bei der Lebensmittelverpackung, denn es hält die Speisen warm oder kalt und lässt sich trotzdem gut in den Händen halten. Doch Styren, der Hauptbestandteil des Styropors, kann in die Lebensmittel übergehen. Menschen, die über drei Jahre hinweg viermal täglich Nahrung aus Styroporbehältern zu sich nehmen, haben damit die Menge eines ganzen Styroporbechers an Styren aufgenommen. 

 

Akute gesundheitliche Probleme durch Styropor

 

Akute Effekte, also solche, die unmittelbar nach dem Konsum von Nahrung und Getränken aus Styroporbehältern auftreten, können Hautirritationen, Augenreizung, Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen sein. Ein Styroporbehälter enthält nicht genügend Styren, um akute Beschwerden zu verursachen, doch Menschen, die in Styroporfabriken arbeiten oder dauerhaft Kontakt mit Styropor haben, können Nebenwirkungen entwickeln. 

 

Langfristige Beschwerden durch Styropor

 

Selbst die Aufnahme geringer Mengen an Styren über einen langen Zeitraum hinweg wird mit Hormonstörungen und Depression in Zusammenhang gebracht. Styren verhält sich im Körper ähnlich wie Östrogen und kann dadurch Menstruationsstörungen und Schilddrüsenbeschwerden auslösen. Weitere mögliche Nebenwirkungen von Styren sind Störungen im Bluthaushalt sowie chromosomale und lymphatische Anomalien. Styren speichert sich im Gehirngewebe, Rückenmark und Nervensystem und kann Müdigkeit, Nervosität und Schlafstörungen verursachen. Styren steht außerdem unter Verdacht, krebserregend zu sein.

 

 

Umweltschädigung

 

Die Verwendung von Styroporbehältern führt zu enormen Mengen an Abfall. Bei der Produktion von Styropor gelangen Umweltgifte in den Boden und in die Atmosphäre. Beinahe 60 chemische Nebenstoffe werden bei der Verbrennung von Styropor der Müllverbrennung freigesetzt. 

 

Alternativen von Styroporbehältern

 

Zuhause oder im Büro sollte man auf Styroporbehälter gänzlich verzichten. Im eigenen Haus sollte grundsätzlich nur Porzellan verwendet werden und keine Einwegbehälter. Für unterwegs spezielle Picknickbehälter benutzen, die anschließend wiederverwendbar sind. Essen, dass man aus dem Restaurant mit nach Hause nimmt oder dass in Styropobehältern geliefert wird, sollte schnellstmöglich in Porzellanbehälter umgefüllt werden. 

Beim Einkaufen im Supermarkt sollte man auf Obst, Gemüse und Fleischprodukte verzichten, die in Styroposchalen verpackt sind. 

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