Hilfe und Vorbeugung gegen Mausarm (RSI)

Laptop und Maus

Menschen, die beruflich viel mit dem Computer arbeiten, sind einseitiger Belastung und monotonen Bewegungen mit der Hand ausgesetzt. Die Maushand klickt hunderte von Malen pro Tag und bewegt die Maus immer auf die gleiche Art. Auf Dauer strapaziert dies die Muskeln, Sehnen und Gelenke und kann zum RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury) führen. Allgemein bezeichnet man das RSI-Syndrom auch als Mausarm.

 

Äußern tut sich der Mausarm in Form von Schmerzen am Handgelenk, im Unterarmbereich oder der Schulter. Wer nicht rechtzeitig mit dem RSI-Syndrom zum Arzt geht, kann schnell chronische Beschwerden bekommen. Was mit leichten Schmerzen beginnt, führt häufig zu Muskelverhärtung und steifen Gelenken, sowie kleinen Fadenrissen und Vernarbungen im Muskelgewebe.

Die ersten Anzeichen wie Ziehen in der Hand, Kraftlosigkeit und taube Finger werden von den Betroffenen oft als bloße Übermüdung abgetan.

 

Vorbeugung und Behandlung von Mausarm

 

In der Regel tritt RSI durch falsche Haltung vor dem Computer auf. Die Änderung der gewohnten Arbeitshaltung kann dem Leiden vorbeugen oder ein schon bestehendes Leiden lindern.

Die Unterarme sollten beim Benutzen von Maus und Tastatur auf der Tischplatte liegen, möglichst im rechten Winkel zu den Oberarmen. Beide Füsse stehen fest auf dem Boden, Ober- und Unterschenkel bilden ebenfalls einen rechten Winkel. Den Kopf gerade halten, ohne ihn ständig zu drehen.

Regelmäßige Pausen von der Arbeit mit dem Computer sind zur Entspannung der Muskeln wichtig. Die Maushand von der Maus herunternehmen, solange sie nicht benutzt wird. Zur Unterstützung der Muskulatur kann man eine Unterarmbandage tragen und eine ergonomische Maus verwenden.

 

In den Pausen von der Computerarbeit empfehlen sich gezielte Dehnübungen:

1. Den Mausarm ausstrecken, dessen Hand mit der anderen Hand umfassen und langsam nach unten dehnen.

2. Mit der Schulter seitlich zur Wand stellen, den Mausarm mit der Hand nach oben weisen und den Unterarm senkrecht lassen. Unterarm und Oberarm bilden einen 90 Grad- Winkel. Den Unterarm an die Wand anlehnen und den Oberkörper leicht nach vorn beugen.

3. Die Arme mit verschränkten Fingern nach oben strecken und gestreckt halten, während der Oberkörper langsam zu beiden Seiten gebeugt wird.

4. Mit der Maushand eine Faust machen und wieder öffnen.

 

In der Freizeit tut jede Art von Bewegung gut. Besonders sinnvoll sind schwimmen und Hanteltraining. Daneben werden vom Arzt oft Krankengymnastik und Wärme- oder Kältebehandlungen, Massagen und Bestrahlungen verschrieben. Die Entspannung wird manchmal durch das verabreichen von Schmerzmitteln erleichtert. Schmerzmittel werden vor allem auch dann verabreicht, wenn der Patient eine Angst vor den Schmerzen entwickelt und sich dadurch verkrampft und das Problem noch schlimmer macht.

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