Beeinträchtigt die Zeitumstellung die Gesundheit?

Zeitumstellung

Auf den ersten Blick scheint die Zeitumstellung außer einigen Tagen Umgewöhnungsschwierigkeiten die Bevölkerung wenig zu beeinträchtigen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass es mögliche Zusammenhänge zwischen einigen gesundheitlichen Problemen und der Zeitumstellung gibt.

 

Schwankung der inneren Uhr

 

Die Zeitumstellung bringt zunächst einige Umstellungsschwierigkeiten bzgl. des Schlaf-Wach-Rhythmus mit sich. Die meisten Menschen gewöhnen ihre innere Uhr innerhalb weniger Tage an den Wechsel, andere brauchen Wochen. Wenn die innere Uhr plötzlich nicht mehr synchron mit der Umwelt ist, können Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit auftreten. Hormonprozesse, Gehirnaktivität und Zellregeneration tendieren dazu, jeden Tag um die gleiche Zeit stattzufinden. Gerät der Rhythmus durcheinander, kann es zu Verstimmungen oder sogar Depressionen kommen.

Die Umstellung auf die Sommerzeit kann sich auf Winterdepression positiv auswirken, da das frühe Aufstehen bewirkt, dass man generell mehr Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Unser Körper stellt sich automatisch auf die gegebenen Umwelteinflüsse ein. Gewöhnlich werden wir in der Dunkelheit müde. So kommt es, dass man im Winter meist wesentlich früher ins Bett geht als im Sommer. Wer extrem unter Umstellungsschwierigkeiten leidet, sollte sich nach der Zeitumstellung einige Tage freinehmen, um so den Körper langsamer und Stück für Stück an die neue Zeit zu gewöhnen.

 

Statistisch gesehen gibt es in den ersten drei Tagen nach der Umstellung zur Sommerzeit mehr Herzinfarkte als in der übrigen Zeit des Jahres. Dies schreibt man dem erhöhten Stress durch das frühere Aufstehen zu.

Auf der anderen Seite bewirkt die Extra-Stunde am Abend im Sommer, dass man sich länger im Freien aufhält und mehr Sport betrieben wird. Besonders Frauen neigen im Winter dazu, im Haus zu bleiben, wenn es früh dunkel wird, während sie im Sommer von einer Stunde mehr Tageslicht profitieren.

 

Während der Sommerzeit gibt es auch weniger Unfälle im Straßenverkehr. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen, die an Nachtblindheit leiden, noch im Hellen unterwegs sind, während sie im Winter beinahe täglich im Dunkeln fahren müssen.

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