Woher kommt die Weihnachtsbeleuchtung?

Weihnachtsbeleuchtung

Die Tradition der Weihnachtsbeleuchtung gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Über die letzten 400 Jahre hat sich die Idee, zur Weihnachtszeit Lichter und Kerzen anzuzünden, weiter entwickelt und dem Zahn der Zeit getrotzt. Wie hat das alles angefangen und was ist der geschichtliche Hintergrund hinter der Festbeleuchtung?

 

 

Bereits im 17. Jahrhundert dekorierten die Menschen zu Weihnachten einen Tannenbaum. In  Deutschland begann man dann, kleine Kerzen auf den Baum zu stecken und diese zur Adventszeit anzuzünden. Über die Jahre hinweg verbreitete sich die Tradition des Kerzenanzündens nach Osteuropa. Die Idee ist wahrscheinlich eine Weiterführung des bis dahin christlichen gängigen Brauchs, eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen, damit von draußen jeder das Licht sehen konnte und wusste, dass hier Christen wohnen. Die brennende Kerze symbolisierte, dass andere Christen willkommen waren, einzutreten und zu beten.

 

Während der Adventszeit im Jahr 1880 kam durch Thomas Edison die erste elektrische Weihnachtsbeleuchtung auf. Er stellte seine Christbaumbeleuchtung draußen vor seinem Labor aus, wo jeder Passant sie bewundern konnte. Dies war nicht nur die erste elektrische Weihnachtsbeleuchtung, sondern das erste offizielle Weihnachtsdisplay außerhalb eines Hauses und nicht nur am Tannenbaum.

 

Einige Jahre später erfand Edward Johnson, der unter Thomas Edisons Aufsicht arbeitet, die erste elektrische, weihnachtliche Lichterkette. Die Lichterkette bestand aus 80 kleinen Glühbirnen. Bereits 1890 wurden solche Lichterketten kommerziell produziert, und Kaufhäuser begannen, ihre Schaufenster mit Weihnachtsbeleuchtung zu schmücken. Die Dekoration kleinerer Geschäfte wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA sehr beliebt und öffnete somit die Tür zur Dekoration privater Haushalte mit elektrischer Weihnachtsbeleuchtung einige Jahrzehnte später, wenn diese durch Massenproduktion preiswerter wurde.

 

Aufgrund der Exklusivität zu Beginn blieb die elektrische Weihnachtsbeleuchtung zunächst ein Privileg der Reichen. Wer sich den teuren Weihnachtsschmuck nicht leisten konnte, musste den Weihnachtsbaum mit echten Wachskerzen dekorieren. Dies stellte eine erhebliche Brandgefahr dar, weshalb die Leute Eimer mit Wasser und Sand stets neben dem Tannenbaum bereit hielten. 

 

Im Jahr 1895 spendierte der Amerikanische Präsident Grover Cleveland elektrische Weihnachtsbeleuchtung für das Weiße Haus. Zu dieser Zeit kostete eine solche Beleuchtung mehr als 300 Dollar pro Saison, was heute etwa 2000 Dollar entsprechen würde.

 

Nach verheerenden Bränden durch Weihnachtsbäume in New York gründeten im Jahr 1925 die Sadacca Brüder Albert, Henri und Leon ein Unternehmen, das sich darauf konzentrierte, weniger gefährliche Weihnachtsbeleuchtung für jeden Haushalt möglich zu machen. Diese Firma (NOMA) wurde zum größten Lieferanten von elektrischer Weihnachtsbeleuchtung und überstand die Große Depression. Erst im Jahr 1968 wurde NOMA aufgrund der Konkurrenz geschlossen.

NOMA haben wir allerdings zu verdanken, dass diese Konkurrenz entstand und dadurch elektrische Weihnachtsbeleuchtung in den 1940ern und 1950ern nicht länger ein Privileg wohlhabender Menschen war, sondern sich mehr Haushalte ein sicheres Weihnachten leisten konnten. 

 

 

Heutzutage gibt es elektrische Weihnachtsdekoration mit farbigen Lichtern und Blinken. Es hat sich beinahe zu einem nachbarschaftlichen Wettbewerb entwickelt, ein größeres und leuchtenderes Display im Advent zu zeigen. Die Beleuchtung hat nicht mehr den religiösen Hintergrund, sondern soll während der dunklen Jahreszeit Freude und Licht in die Herzen der Menschen bringen. 

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