Wie erkennt man Bildhauerei des Jugendstil

Schmuck Jugendstil

Die zu Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert beliebten Kunstakademien lehrten meist Bildhauerei in konservativem Stil. Die Schüler lernten die Erschaffung wirkungsvoller Skulpturen für Grabdenkmäler, Brunnen und Parkanlagen. Parallel dazu gab es einen großen Bedarf an dekorativer Kleinkunst in Form von kleinformatigen Skulpturen für Großbürgerliche Salons. Da beim Jugendstil Feinheit, lineare Erstreckung und sensible Spannung geschätzt wurden, wandte man dem kleinformatigen Detail besondere Aufmerksamkeit zu. Die Kleinplastik des Jugendstils umfasst u.a. Kunstschmiedearbeiten, Medaillen, Schmuck, Kirchengerät, Bronzen, Besteck, Uhren, Bilderrahmen und Keramikwaren.

Eher selten waren großformatige Skulpturen, denn der Jugendstil richtete sich eher  auf Intimität, träumerische Schönheit und Stimmung aus. Ziel einer Skulptur war es, zu bezaubern, also besitzen Skulpturen des Jugendstil einen eher verhaltenen Ausdruck, im Gegensatz zum Lauten und Eindringlichen des Expressionismus. 

In Frankreich warne die Künstler der Meinung, dass die Kunst ihren eigenen Gesetzen folgen müsse und nicht eine bloße Nachahmung der Natur sein dürfe. Die unbeschwerte und artistische Einstellung s¡zeigt sich daher in der französischen Bildhauerkunst am meisten. Eines der beliebtesten Themen war die Schönheit der weiblichen Figur. Die Idealvorstellung waren tänzerisch beschwingte Bewegungen. 

Der französische Goldschmied René Lalique verkörperte die Prinzipien des Art Noveau am reinsten. Seine Schmuckstücke waren von zauberhafter Schönheit aus kostbarstem Material, das wunderbar mit der organischen Dynamik des Jugendstils harmonierte.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen