Wie erkennt man Angst in der Körpersprache

Angst und Körpersprache

Die Kommunikation zwischen Menschen beschränkt sich nicht nur auf die Worte, die gesprochen werden. Oftmals ist es das Ungesagte, dass die Gefühle eines Menschen verrät.

 

Die Gedanken und Gefühle eines Menschen drücken sich auch durch das Aussehen und das Verhalten aus. Körpersprache ist schwer zu unterdrücken oder zu simulieren; wenn man weiss, wie man die Körpersprache interpretieren kann, erfährt man wesentlich mehr über die tatsächlichen Gefühle des anderen Menschen.

Angst kann auf verschiedene Weisen in der Körpersprache erkannt werden. Angst zeigt sich zum Beispiel als Schreck oder Schock, als Panik oder auch auf eine eher defensive, unterwürfige Weise.

 

In verschiedenen Berufen, vor allem bei der Aufklärung von Verbrechen kann es wichtig sein, Körpersprache, besonders Angst interpretieren zu lernen. Es kann auch helfen, die Glaubwürdigkeit eines Zeugen abzuschätzen. Im täglichen Leben ist das Erkennen der Körpersprache nützlich in zwischenmenschlichen Beziehungen.

 

Kopfhaltung und Gesichtsausdrücke

 

Angst und Unterwürfigkeit zeigt sich durch einen nach unten geneigten Kopf. Oft zupft der ängstliche Mensch an seinen Haaren herum. Ein blasses Gesicht spiegelt Schrecken wider. Manchmal zeigt sich Angst vor dem Gegenüber auch durch ein Lächeln, bei dem die Augen ausdruckslos bleiben.

Der ängstliche oder angstvolle Mensch vermeidet Augenkontakt, der Blick wird auf den Boden, die Umwelt oder die eigenen Hände gerichtet.

 

Zeichen des Unbehagens verraten auch Ängstlichkeit. Die Augenbrauen sind gefurcht oder gehoben, die Nasenflügel geweitet. Die Lippen werden entweder zusammengepresst oder darauf gebissen.

Eine angstvolle Person kann ihren Blick auch auf ihr Gegenüber fixieren, wobei die Pupillen geweitet und unbewegt bleiben.

 

Körper und Gebärden

 

Ein angstvoller, defensiver Mensch verschränkt Arme und/oder Beine und kauert die Schultern. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Person ein Geheimnis hat und Angst hat, dass es herauskommt. Wenn eine Person sich zusammenkauert, kann es bedeuten, dass sie unbewusst versucht, kleiner zu wirken, um weniger aggressiv zu anderen Menschen zu erscheinen.

 

Gibt es Angst vor Bestrafung oder körperlicher Harm versucht die betreffende Person entweder, wegzulaufen oder zieht sich zu einer Kugel zusammen. Umgekehrt gibt es Menschen, die aus Angst dazu neigen, zurückzukämpfen und sie machen sich optisch größer, um bedrohlicher und abschreckender zu wirken.

 

Eine ängstliche Person versucht, den körperlichen Abstand zu anderen Personen zu vergrößern, durch Zurückweichen oder indem sie versucht, einen Tisch oder Stuhl dazwischen zu bekommen.

 

Eine typische Angsterscheinung ist starkes Schwitzen aufgrund beschleunigtem Herzschlag und erhöhtem Adrenalinspiegel. Dies ist eine natürliche, automatische Reaktion des Körpers in Angst- und Stresssituationen.

 

Angst kann man oft auch an der Stellung der Füße erkennen. Ein Mensch, der Angst vor jemandem oder vor der Situation hat, stellt seine Füße nach außen oder in eine andere Richtung, ein unbewusster Fluchtinstinkt.

 

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