Wie entsteht der Ring um die Sonne

Halo, Lichterscheinung um die Sonne

Effekte der Atmosphärischen Optik um Sonne und Mond, wie der leuchtende Ring, faszinieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. Manche erfreuen sich an der Schönheit der Erscheinung, während andere aus ihr Rückschlüsse über Wetterlagen und atmosphärische Schichtungen entnehmen. 

Wie entsteht der Ring um Sonne und Mond?


Es gibt zwei Arten von Ringen, die sich an manchen Tagen um Sonne oder Mond bilden. Eine Art  wird als Korona (s.u. im Bild), Aureole oder Hof bezeichnet. Es handelt sich bei diesem Phänomen um eine Leuchterscheinung, die durch Beugung des Lichts an Wassertröpfchen in den Wolken verursacht wird.

Die andere Erscheinung nennt man Halo (s.o. im Bild), und diese entsteht durch Brechung des Lichts. Die Ursache für diesen ringförmigen Schein um die Sonne ist Sonnen- oder Mondlicht, dass gebrochen wird, wenn es durch Schleierwolken (Cirrostratus) hindurch scheint. Die Schleierwolken befinden sich in einer Höhe von etwa 7000 bis 8000m und bilden sich aus kleinen Eiskristallen, die sich in einer dünnen Schicht ausbreiten. Sie sehen aus wie ein Schleier und man kann Sonne und Mond leicht durch sie sehen. 

Im Volksmund steht der Ring um die Sonne für bald kommenden Niederschlag, meist erwartet man Regen. In den Sommermonaten ist der Halo ein im Allgemeinen verlässlicher, aber nicht garantierter Indikator, dass innerhalb der nächsten 12 bis 24 Stunden Regen kommt. Das erklärt sich dadurch, dass Cirrostratus-Wolken gewöhnlich vor einer Warmfront kommen, die oft Regen mit sich bringt. 

Der Ring um die Sonne wird meistens als weißer Schein wahrgenommen, doch er kann auch die Farben des Regenbogens haben mit rot an der Innenseite und blau-weiß nach außen hin. Sonne und Mond können beide einen ringförmigen Lichtschein haben, allerdings sieht man die Regenbogenfarben nur bei der Sonne. Der Haloeffekt hat eine Winkelausdehnung bis zu 22 Grad. Selten tritt der Große Halo mit einem Radius von 46 Grad auf. 

Halos um Sonne und Mond wurden schon zu Zeiten Konstantins im 4. Jahrhundert festgehalten. Wann diese Lichterscheinung mit Wettervorhersage in Verbindung gebracht wurde ist allerdings unklar. 

Korona um die Sonne

Korona um die Sonne, bei Sonnenfinsternis klar zu sehen.

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