Der Mensch als Allesfresser, doch Fleisch ist nicht gleich Fleisch

Der Mensch in der Urzeit

Immer wieder müssen sich Anhänger des Vegetarismus mit Argumenten auseinandersetzen, der menschliche Organismus sei der eines Fleischessers, Vegetarismus daher ungesund. 

 

Der Mensch ist ein Omnivore, also ein Allesfresser, denn ihm fehlt die Ausprägung der für einen reinen Fleischfresser üblichen Reißzähne. Auch der Verdauungsapparat weist darauf hin, dass der Mensch eine Vorliebe zur Pflanzenkost hat.

Der menschliche Körper kann zudem lebensnotwendiges Vitamin C nicht selbst bilden, sondern muss es mit Obst und Gemüse aufnehmen.

Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass es verschiedene Epochen bzgl. der Nahrung gegeben hat. So gab es eine Zeit, in der sich der Mensch überwiegend von Pflanzen, Wurzeln, Samen und Früchten ernährt hat. in anderen Epochen ernährte sich der Mensch mehr von Fleisch und bezog seine Vitamine und Mineralstoffe aus Kräutern, die eine höhere Konzentration an Nährstoffen aufwiesen als unser heutiges Gemüse.
Rein vegetarische Ernährung ist keine neue Erfindung unserer Zeit, wenn sie auch in der Vergangenheit meist andere Ursachen hatte. So konnten sich im Mittelalter nur reiche Leute Fleisch leisten, während sich die Bauern auf pflanzliche Kost beschränkten und ihr Vieh zur Arbeit benutzten. Das Schlachten von Nutztieren zum Essen war unwirtschaftlich.

Durch die Nutzung des Feuers konnte der Mensch das Fleisch genießbarer und besser verdaulich machen, trotzdem spielte es in der Ernährung eher eine Nebenrolle.

Ein vielfacher Irrtum ist, dass Fleisch stark macht und daher reichlich verzehrt werden muss. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Qualität des Fleisches sich in der Urzeit deutlich von der unseres heutiges Fleisches unterscheidet. Heutige Schlachttiere enthalten wesentlich mehr Fett als die Wildtiere unserer Vorfahren. Unser heutiges Fleisch enthält auch weniger Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe, d.h. wir müssen diesen Mangel ausgleichen.
Jeder Mensch muss sein Mindestpensum an Kalorien aufnehmen, um sein Gewicht zu halten. Diese Kalorien teilen sich in die verschiedenen Komponenten einer Mahlzeit auf. Um die gleiche Anzahl an Kalorien zu bekommen, isst ein Vegetarier mehr Gemüse und Kohlenhydrate. Der Fleischanteil einer Mahlzeit wird unweigerlich die Aufnahme von Gemüse und Kohlenhydraten einschränken, es sei denn, man isst mehr als die notwendigen Kalorien. In anderen Worten nimmt ein Vegetarier höchstwahrscheinlich mehr gesunde Nährstoffe mit seinen Mahlzeiten auf, denn der Fleischliebhaber reduziert den vitamin- und mineralstoffreichen Teil seiner Nahrung zugunsten des Fleisches, welches, wie oben beschrieben heutzutage eher nährstoffarm ist.

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