Wie motiviert und arbeitet man mit Heimarbeitern

Frau am Computer arbeitet von zu Hause

Das Managen von Heimarbeitern, also Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, erfordert oft extra Arbeit, lohnt sich aber am Ende für den Arbeitgeber auf jeden Fall.
Entgegen der Tendenz zur "Kollaboration" in Großraumbüros zeigt die Marktforschung, dass Mitarbeiter zufriedener und insgesamt produktiver sind, wenn sie hauptsächlich von Zuhause aus arbeiten.

Heimarbeit funktioniert allerdings nicht automatisch. Wenn Arbeitgeber und Manager wollen, dass ihre Unternehmen und Teams erfolgreich sind, müssen sie lernen, Mitarbeiter aus der Ferne zu motivieren und zu engagieren.

Herausforderung für die Führungskräfte

Im Gegensatz zu Mitarbeitern, die täglich von und zur Arbeit fahren, werden Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, weniger vom Verhalten ihrer Kollegen beeinflusst. Sie werden zwar nicht durch gute Vorbilder inspiriert, übernehmen aber auch keine schlechten Gewohnheiten von Kollegen.
Der Mangel an Konformitätsdruck bedeutet, dass Führungskräfte mehr Verantwortung dafür tragen müssen, dass die Heimarbeitskräfte an organisatorische Ziele und Erwartungen angeschlossen werden. Dies gilt insbesondere für Organisationen, bei denen erfolgreiches Verhalten normalisiert wird.

Regelmäßige Meetings

Heimarbeiter sollten wenn möglich wenigstens einmal wöchentlich ins Büro kommen, um die innere Verbindung zu halten. Nur etwa ein Drittel aller Beschäftigten, die Vollzeit direkt im Unternehmen arbeiten, fühlen sich durch Zugehörigkeit und Verantwortung durch die Firma definiert. Das Gleiche gilt aber auch für Heimarbeiter, die immer nur von zu Hause aus arbeiten.
Das Zugehörigkeitsgefühl ist am höchsten bei Mitarbeitern, die ein oder zwei Tage pro Woche zur Arbeit kommen und die restliche Woche von zu Hause aus arbeiten. Sie bleiben in Verbindung, behalten aber ihre Unabhängigkeit.

Regelmäßige Checks

Wenn der Heimarbeiter zu weit weg wohnt, um gelegentlich zur Arbeit zu kommen, planen Sie häufige Arbeitsbesprechungen, bieten Sie Coaching an und vermitteln Sie dem Mitarbeiter ein Gefühl für Prioritäten und Funktionsweise oder Änderungen innerhalb der Organisation.
Als Manager darf man nicht vergessen, dass Heimarbeiter nicht wissen, was sie nicht wissen, und können deshalb auch nicht beurteilen, wann sie Verbindung aufnehmen sollten.
95 Prozent der Kommunikation zwischen Managern und Heimarbeitern kann per E-Mail und Handy abgewickelt werden. Videokonferenzen sind meist nicht notwendig. Wichtig ist nur, regelmäßig in Kontakt zu bleiben.

Klare Anweisungen

Da es bei schriftlicher Korrespondenz keine visuellen Hinweise gibt, um Emotionen zu bewerten, können sich Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, leicht über eine Reaktion des Managers sorgen. Oft wird eine schriftliche Anmerkung zum Beispiel durch SMS oder Email anders interpretiert als sie gemeint ist, weil der visuelle Zusammenhang fehlt. Solche Missverständnisse können von der Arbeit ablenken.
Der einfachste Weg, dies zu vermeiden, ist eine Atmosphäre von Offenheit und schneller Reaktion zu schaffen. Wenn Heimarbeiter wissen, dass sie Feedback erhalten, wenn etwas nicht stimmt, sind sie weniger anfällig für Probleme, die es nicht gibt.

Pünktliche und zuverlässige Bezahlung

Viele Unternehmen stellen Freiberufler, die in der Regel von zu Hause aus arbeiten, ganz unten auf die Gehaltsliste. Nicht pünktlich bezahlt zu werden, bedeutet, dass die Mitarbeiter von zu Hause aus nicht wirklich Teil des Teams sind und ihr Beitrag nicht ausreichend geschätzt wird.
Wenn ein Unternehmen finanzielle Probleme hat, sollte die Last unter allen geteilt werden, und nicht nur die Heimarbeiter betreffen. Gibt es keine finanziellen Probleme, darf es auch keine Ausrede dafür geben, die Heimarbeiter nicht pünktlich zu bezahlen.

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