Vorteile und Nachteile der Rollenspiel-Methode

Junge Frau und Arbeitskollegen 

Rollenspiele werden in verschiedenen Situationen angewendet, zum Beispiel in der Schule, bei der Arbeit oder in psychotherapeutischen Sitzungen. Beim Rollenspiel nimmt man eine vorgegebene Einstellung an, und man muss eine herausfordernde Situation mit dieser Einstellung berücksichtigen. Oft muss man in dieser Rolle anders reagieren, als man das mit seiner eigenen Einstellung tun würde. Ziel ist unter anderem, die Situation durch die Wahrnehmung eines anderen zu erfahren und dadurch andere Meinungen verstehen zu lernen.

 

 

Kinder sind noch auf dem Weg der Selbstentdeckung und befinden in stets im Zustand des Aufnehmens und Lernens. Deshalb fällt ihnen das Rollenspiel meist leichter als Erwachsenen. Rollenspiele in der Schule helfen den Kindern beim Verständnis verschiedener Konzepte, das Erreichen von Zielen und die Meisterung einer Situation in einer führenden Rolle. Spielt ein Kind die Rolle des Lehrers, muss es verstehen lernen, mit einer verantwortungsvollen Position umzugehen.

 

Viele Arbeitgeber bieten die Möglichkeit von Rollenspiel-Seminaren an, bei der die Teilnehmer die Rollen der Verwalter, Koordinatoren, Kundenpersonal oder Chefs übernehmen. So lernen die Arbeitnehmer die Komplexität der verschiedenen Aufgaben in einem Arbeitsteam. 

 

In therapeutischen Sitzungen geht es darum, eine Situation aus der Sicht eines anderen Menschen wahrzunehmen. So lernt man, den anderen besser zu verstehen und stärkt seine eigene Position ind er Gesellschaft sowie die Beziehung zu anderen Menschen. 

 

 

Das Gute an einem Rollenspiel ist, dass man aus seine Komfortzone treten muss, ohne dabei ein Risiko einzugehen, denn die Situation ist gestellt. Das Hineinversetzen in eine andere Person wirkt motivierend, verkleinert zwischenmenschliche Barrieren und inspiriert Kreativität.

 

Allerdings kann es besonders bei schüchternen Menschen zu gegenteiligen Ergebnissen führen. Menschen, die generell lieber im Hintergrund bleiben, können eine Rollenspielsituation in einer Gruppe als einschüchternd, beängstigend und stressig empfinden. Der Verlauf des Rollenspiels ist nicht festgelegt und kann außer Kontrolle geraten. Das Ergebnis ist nicht immer so wünschenswert, wie man es erhofft. 

Beim Rollenspiel muss man sich sowohl auf den bestmöglichen als auch schlimmstmöglichen Ausgang einer Situation gefasst machen. Nimmt die andere Person den Fall anders war, als man dachte, kann es zu Ausschreitungen, Kummer und weiteren Missverständnissen kommen.  

 

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