Tastaturschreiben mit dem 10-Finger System

Röntgenbild von zehn fingern und einer Tastatur

Früher nannte man es Schreibmaschine-Schreiben, heute dürfte wohl eher die Tastatur eines Computers gemeint sein.

Gemeinsam haben sie, dass die Beherrschung des 10-Finger Systems die Erstellung von Texten ungemein vereinfacht und Zeit spart.

Zwar haben sich Viele an das Schreiben mit zwei-oder mehreren Fingern gewöhnt, jedoch ermöglicht das inkorrekte Aneignen meist nicht, Texte zu schreiben, ohne auf die Tastatur blicken zu müssen.

Dabei ist es gar nicht besonders schwer, das 10-Finger System zu erlernen. Der wichtigste Grundsatz ist dabei NICHT auf die Tastatur zu schauen.

Das System baut auf der Wiederholung der Übungen eines jeden Buchstabens auf, bis das Gehirn so weit trainiert ist, dass die Hände die Tasten automatisch finden. Hat man dies über einen Zeitraum von mehreren Wochen so eingeübt, wird man schnell feststellen, dass im Anschluss das Schreiben von kleinen Texten schnell möglich sein wird.

Übungsbeginn


Zunächst macht man sich mit der Tastatur vertraut. Auf den Buchstaben „F“ und „J“ sind jeweils zwei Hervorhebungen, die diese als Referenztasten markieren. Dort legt man die jeweiligen Zeigefinger auf, die anderen Finger ruhen auf den daneben liegenden Buchstaben, die Daumen unterhalb auf der groβen Leerzeichen-Taste.

Die Übungen wählt man nach dem Schema von einfach zu komplex aus, d.h. zunächst werden einzelne Buchstaben trainiert, mit dem „A“ beginnend tippt man mehrere Reihen hintereinander. Nun nimmt man den entsprechenden Buchstaben des kleinen Fingers der rechten Hand hinzu und tippt mehrere Reihen nur diesen Buchstaben , danach die beiden im Wechsel, immer über mehrere Reihen hinweg.

So geht man mit allen Buchstaben der ersten Reihe, der Hauptreihe, vor, bis man auch das „G“ und das „H“ mit einbezogen hat, diese beiden zunächst ebenfalls erst alleine, dann im Wechsel mit „F“ und „D“.

Jeder neue Buchstabe wird immer zunächst alleine getippt, dann macht man Buchstabenkombinationen.

Es ist ungemein hilfreich, die Buchstaben beim Tippen laut auszusprechen, wenn man alleine lernt. Sonst sollte dies ein Lehrer übernehmen, der die Buchstabenfolgen ansagt. Das Gehirn nimmt auch den auditiven Impuls wahr und verbindet ihn mit der Tätigkeit des Fingers und der Position der Taste.

Hat man alle Buchstaben der ersten Reihe eingeführt, so nimmt man die obere Reihe hinzu. Wieder beginnt man mit den Buchstaben, die links und rechts auβen liegen und führt sie nacheinander ein, indem man mehrere Übungsreihen tippt, erst alleine, dann im Wechsel die Buchstaben desselben Fingers kombinierend.

Man wird feststellen, dass es notwendig ist, für den kleinen Finger die Hand etwas anzuheben, nach jedem getippten Buchstaben muss sie dann wieder an ihren Platz zurück.

Jeder Finger übt im Wechsel mit seinem Partnerbuchstaben, aber auch Kombinationen mit Finger-und Reihenwechsel kann man nach einiger Zeit hinzunehmen.

Nach der oberen Reihe kommt die untere Reihe hinzu, dann die Leerzeichentaste, die weiter auβen liegenden Eingabe-, Groβbuchstaben- und Tabulatorentasten.

Zuletzt nimmt man auch die ganz oben angesiedelten Zahlen und Sonderzeichen in Angriff, immer nach dem oben beschriebenen Schema eingeführt: erst die neue Taste alleine, dann im Wechsel mit der Ausgangstaste der Hauptreihe und später in willkürlicher Reihenfolge mit den anderen Buchstaben.


Die Benutzung der obersten Zahlenreihe ist nicht sehr einfach und erfordert etwas mehr Übung. Man sollte aber trotzdem erst mit dem eigentlich Üben von Sätzen und Texten beginnen, wenn man auch diese Reihe sicher integriert hat, sonst kann es sein, dass man nicht lernt, diese blind zu benutzen und die Finger automatisch an den richtigen Platz zu führen.

Da man Zahlen und Sonderzeichen nicht so sehr häufig benutzt, wie die Buchstaben, neigt man allerdings ohnehin dazu, auf die Tastatur zu schauen, um diese zu erreichen. Wirklich tragisch ist dies nicht, behindert allerdings den Schreibfluss.

Bevor man das Schreibtempo erhöht, sollte man die Tastatur sicher bedienen können, denn nur so vermeidet man das Abrutschen von Tasten und fehlerhafte Angewohnheiten, wie die Handballen von der Tastatur zu lösen und „schwebend“ zu schreiben. Der Ballen muss immer auf der Tastatur ruhen und darf nur ganz kurz angehoben werden, um schwer erreichbare Tasten zu tippen.

Mit Geduld ist der Erfolg garantiert, aber auch Disziplin spielt hierbei eine Rolle, denn der Blick auf die Tastatur ist oft verlockend.

Mehr zu diesem Thema: Wie lerne ich schneller zu tippen

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