Wie pflegt man Wasserschildkröten

Schildkröte

Wasserschildkröten sind faszinierende Haustiere. Auch wenn sie relativ pflegeleicht sind, sind sie sensible Kreaturen und benötigen artgerechte Lebensbedingungen, um ein zufriedenes Leben zu führen.

Wasserbecken der Schildkröte

Eine Wasserschildkröte braucht ein Becken, das tief genug ist, dass sie darin vollständig untertauchen und schwimmen kann. Empfohlen wird ein 120 Liter Becken für eine einzeln gehaltene Schildkröte. Dazu braucht sie um das Becken herum einen trockenen Bereich, in dem sie sich wärmen, verstecken und bewegen kann. 

Das Wasserbecken sollte mit flachen Steinen oder Holzbrettern ausgestattet sein, die der Schildkröte das Heraus- und Hereinklettern in das Wasser erleichtern.

Am besten verwendet man Regenwasser für das Becken der Schildkröte, denn Wasser aus der Leitung enthält Chlor, welches der Schildkröte schadet. 

Die Schildkröte hält sich am liebsten in Wasser auf, dass natürlich und trüb ist, denn dort fühlt sie sich am sichersten. Gelegentlich sollte man das Wasser im Becken auffrischen, aber immer nur etwa die Hälfte des Wassers ersetzen, damit das Klima weitgehend erhalten bleibt. 

Schildkrötengehege

Trockenbereich

Im Trockenbereich der Schildkröte sollte es Stellen geben, wo sich das Tier eingraben kann, am besten in Sand, Erde oder Mulch. Auch braucht sie eine Grotte oder Höhle, in die sie sich verkriechen kann. 

Gern läuft die Schildkröte durch hohe Pflanzen. Allerdings sollte nicht der ganze Bereich abgedeckt sein, damit sie sich gelegentlich in der Sonne wärmen kann. Schildkröten, die nicht draußen gehalten werden, brauchen eine UV-Lampe, wenn sie kein Sonnenlicht bekommen. 

Handhabung der Schildkröte

Da die Schildkröte sich in bakterienreicher Umgebung aufhält, sollte man sich die Hände nach dem Anfassen gut waschen. Nicht zu vergessen, dass Schildkröten grundsätzlich nicht gern in die Hand genommen werden. Nimmt man sie gelegentlich aus ihrem Becken heraus, sollte man darauf achten, dass sie nicht drastischen Temperaturveränderungen ausgesetzt wird, denn ihr Körper benötigt eine Weile, um sich an neue Bedingungen anzupassen. Drastischer Wechsel belastet ihr Immunsystem.

Fütterung 

Eine Schildkröte frisst zwei bis dreimal pro Woche. Artgerechtes Futter gibt es im Zoofachhandel zu kaufen. Immer nur wenig Futter auf einmal in das Wasser geben, damit die Schildkröte alles auffressen kann und der Rest nicht im Wasser verrottet.

Sicherheit

Sicherlich ist es am Besten, eine Schildkröte im Freien zu halten, wenn möglich. Im Winter muss sie allerdings vor Frost geschützt werden. Deshalb ist es oft sinnvoll, ein Quartier im Wintergarten zu haben. Unbedingt wichtig ist es, die Schildkröte vor Hunden und Katzen zu schützen. Selbst Hühner können eine Gefahr darstellen. 

Schildkröten sind zwar nicht schnell, aber sie sind erstaunliche Kletterer und können leicht entkommen, wenn ihr Gehege nicht genug gesichert ist. Die Wände des Bereiches sollten mindestens 40cm hoch und glatt sein. 

 

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