Wie beruhigt man einen Hund mit Angststörung

Hund und Halter

Es gibt auch für Hunde Medikamente gegen Angststörungen und Neurosen, aber wenn der Auslöser nicht gefunden wird, sind diese nicht immer eine langfristige Lösung. Bei akuten Panikattacken sollte der Hund auf jeden Fall lang genug geschützt werden, bis die Medikamente wirken, so dass er sich nicht verletzt. Wenn du deinen Hund tagsüber allein lassen musst, solltest du überlegen, ob jemand in deiner Abwesenheit auf ihn aufpassen kann.
Während der medikamentösen Behandlung des Hundes sollte der Auslöser gefunden werden. In der ersten Zeit der Behandlung muss der Hund von angstauslösenden Faktoren und Stress fern gehalten werden.

Verhaltenstherapie bei Hunden

Viele Hunde reagieren positiv auf Verhaltenstherapie. Diese kannst du als sein Halter und Freund ruhig selbst übernehmen. Bringe deinem Hund bei, sich zu entspannen und sei für ihn da, wenn er Angst oder Panik zeigt. Allerdings darfst du den Hund nicht durch zuviel intensive Zuneigung während seiner Anfälle “belohnen”, sonst lernt er, dass diese Verhalten ihm besonders viel Fürsorge bringt. Auf keinen Fall darf ein Hund aber für sein neurotisches Verhalten bestraft werden. Vermeide alles, was seine Angst verschlimmert.

Desensibilisierung und Gegenkonditionierung haben sich als effektiv erwiesen bei der Behandlung ängstlicher, neurotischer und gestörter Hunde. Zunächst muss der Auslöser der Nagst minimiert werden. Das Ziel ist, den Hund wiederholt und regelmäßig mit den Angstauslöser in Kontakt zu bringen, aber nur in kontrollierter Weise. Durch Gegenkonditionierung wird dem Hund als Reaktion der Angst statt des negativen Verhaltens ein positives Verhalten beigebracht. Anstatt den Schwanz einzukneifen und wegzulaufen, kannst du den Hund trainieren, neben dir zu sitzen und zu bleiben und ihn anschließend ausgiebig für sein Verhalten belohnen. Trainiere ihn zunächst, während er entspannt ist, so dass er lernt, die Belohnung mit seinem Verhalten zu assoziieren. Zeigt sich dann eine Angstattacke, befehl ihm zu dir zu kommen und zu sitzen wie gelernt. Wichtig ist, dass du die Anzeichen der Angstattacke rechtzeitig erkennst, bevor sich der Hund hineinsteigert.

Angststörungen und Phobien bei Hunden