Warum ist Tierschutz so wichtig

Hund und Katze spielen

Tierschutz gibt es schon seitdem Menschen Tiere als Haustiere halten. Bereits in der Steinzeit existierten Grundlagen des Tierschutzes, wenn auch eher aus einem selbstdienlichen Zweck. Die Menschen lebten nach dem Prinzip, wenn sie ihre Tiere gut behandeln, werden die Tiere ihnen gut dienen. Heutzutage geht der Tierschutz wesentlich weiter und erstreckt sich auf alle Tierarten, selbst wenn sie dem Halter keinen persönlichen Nutzen bieten.

Der Unterschied zwischen antikem und modernem Tierschutz

Der Tierschutz bezieht sich auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier und soll versichern, dass jeder Mensch alle Tiere, die unter seinem Schutz stehen, artgerecht und human behandelt. In gewisser Weise war der Tierschutz in der Steinzeit wesentlich einfacher, denn die Menschen lebten selbst im Einklang mit der Natur. Seit Beginn des technologischen Zeitalters jedoch haben die Menschen begonnen, Tiere in einer Umgebung zu halten, die zwar ihre Produktivität und ihren Nutzen nicht beeinträchtigen, unter denen allerdings ihr Wohlergehen drastisch leidet. Dies ist die Herausforderung, denen Tierschützer heutzutage gegenüber stehen, denn wenn der Selbstzweck nicht mehr unmittelbar mit dem Wohl der Tiere zusammen hängt, geht es nur noch um wirtschaftlichen Vorteil. 

Was ist Tierschutz

Ob Tiere zu wirtschaftlichen Zwecken gehalten werden oder als Gesellschaft, Tiere sollen human und stressfrei gehalten werden. Die sogenannten Fünf Grundfreiheiten sind in Europa und den USA weitgehend schriftlich festgehalten. Diese Fünf Freiheiten beinhalten:

  • Frei sein von Hunger und Durst. Ein Tier sollte Zugang zu frischem Wasser und einer artgerechten Ernährung haben, die seine Gesundheit erhält. 
  • Frei von Beschwerden. Eine artgerechte Umgebung sowie ein sicherer und geschützter  Schlafplatz müssen einem Tier zur Verfügung gestellt werden.
  • Frei von Schmerz, Verletzung und Krankheit durch Vorbeugung oder schnelle Diagnose und Behandlung.
  • Freiheit zum Ausdruck eines normalen Verhaltens. Genügend Platz, angemessene Einrichtung und  das Zusammenleben mit anderen Artgenossen sollen dem Tier das Leben angenehm machen.
  • Frei von Angst und Stress. Es soll sicher gestellt werden, dass durch die Lebensbedingungen kein körperlicher und geistiger Stress entsteht.

Warum gibt es trotz Tierschutz Tiere, die nicht artgerecht gehalten werden?

Obwohl der Tierschutz klar die Fünf Freiheiten listet, werden Tiere in Zuchtfarmen, Laboratorien und Zoos gehalten, bei denen sie augenscheinlich nicht in der oben genannten Weise respektiert und gehalten werden. Der Druck der Öffentlichkeit hat zwar zumindest dafür gesorgt, dass die Behandlung und Haltung von Tieren gesetzlich festgelegt ist, allerdings zeigt sich in wirtschaftlich genutzten Institutionen der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrecht. Während der Tierschutz eine Art Kompromiss zwischen dem ethischen Grundsatz und dem Streben nach Gewinn ist, versuchen Tierrechtler durchzusetzen, dass Tiere einen eigenen Rechtsstatus erhalten. Sie erhalten natürlich deutlichen Gegendruck von Unternehmen, deren Gewinn von wirtschaftlich tragbaren Lebensbedingungen für die Tiere abhängt, die leider allzu oft mit dem Tierschutz im Konflikt stehen, weshalb der Prozess der Implementierung verbesserter Lebensbedingungen derart langfristig ist.

Während man gern die Unternehmen allein für diese inhumane Methode verantwortlich macht, müssen wir als Endverbraucher allerdings auch einsehen, dass unser Konsumverhalten zur Nachfrage bestimmter Produkte und damit bestimmter wirtschaftlicher Erträglichkeit beiträgt. Besser ausgedrückt: Wenn der Endverbraucher beispielsweise nicht bereit ist, seinen Konsum von billigem Fleisch einzuschränken, wird die Nachfrage nach Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung nicht hoch genug sein, um die bestehenden Methoden zu ändern.

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