Macht Joggen süchtig?

Frau beim Jogging

Joggen ist ein sehr gesunder Sport zur Reduzierung des Körperfetts, zum Stressabbau und für die Verbesserung der Kondition. Doch wie bei allen Dinge im Leben kann zuviel des Guten manchmal Nachteile haben. Die Euphorie, die Jogger beim Rennen bekommen, kann süchtig machen.

 

 

Während oder nach längerem Joggen haben die meisten Sportler eine euphorische Erfahrung. Die Euphorie äußert sich durch intensive Gefühle, Ruhe und extreme Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Diese Euphorie ähnelt einem High und kann wie eine Droge wirken. Sie entsteht durch die Ausschüttung der Endorphine im Gehirn, welche die natürlichen Opiate des Körpers sind. 

 

Die Euphorie durch Rennen und Joggen und andere aerobische Aktivitäten ist in der Natur des Menschen einprogrammiert. Sie ermöglichte dem Urmenschen langes und ausdauerndes Jagen der Nahrung und gab ihm die Fähigkeit, selbst vor Feinden zu fliehen. 

 

 

Joggen und andere Sportarten können in gewissem Grad ebenso süchtig machen wie eine Droge. Neben dem Endorphin-High werden die Sportler durch einen fitten und schlanken Körper und allgemeines Wohlbefinden belohnt. Insgesamt ist die Abhängigkeit vom Sport jedoch sicherlich eine gute Sache für Körper und Seele. Die Vorfreude auf die Euphorie ist eine gute Motivation zum Rennen. Das Wort Sucht hat einen negativen Beiklang, im Falle der Sucht nach Sport darf man sie ruhig zu seinem Vorteil nutzen und genießen.

 

Gefährlich kann die Sucht nur dann werden, wenn sie in Extremfällen zu Zwangsneurosen führt. Dazu kann es kommen, wenn der Sport vom Vergnügen zur Besessenheit wird. Ähnlich wie bei Bulimie wird der Betroffene davon besessen, mindestens ebenso viele Kalorien abzujoggen wie er aufnimmt. Dies kann dauerhaft zu Unterernährung und Mangelerscheinungen und schließlich zu Depression führen. 

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