Elektrorad, ein guter Start für Untrainierte

Elektrorad

Elektrofahrräder (Pedelecs-25) haben einen elektrischen Hilfsmotor, der das Fahrradfahren für weniger trainierte Menschen erleichtert. Oft ist es mangelnde Sportlichkeit zu Beginn, die Menschen daran hindert, überhaupt ein Fahrrad zu nehmen. Mit einem Elektrorad kann jeder sich sportlich betätigen, die Umwelt schonen und dabei allmählich auf gesunde Weise seine Kondition aufbauen.

Besonders am Berg ist ein Hilfsmotor nützlich und gibt einen Extraschub. Wieviel Hilfe man braucht, lässt sich mit einem Steuergerät am Lenker regeln.

Im Durchschnitt spart ein Elektrorad 30% Beinkraft gegenüber einem normalen Fahrrad. Auch der Puls erhöht sich um 20 bis 30 Schläge pro Minute weniger beim Radler. Deshalb ist ein Elektrorad eine gute Alternative für sportlich untrainierte Menschen, Übergewichtige, Senioren oder Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen oder Kniebeschwerden. Da allerdings auch das Elektrorad körperlich anstrengt, ist eine ärztliche Beratung empfohlen.

Dadurch, dass man die Anschubkraft selbst einstellen kann, kann man Schritt für Schritt an seiner Kondition arbeiten und diese schonend verbessern.

 

Beliebt ist ein Elektrorad auch für den täglichen Weg zur Arbeit, denn man kann auch im Anzug fahren und kommt dabei kaum ins Schwitzen.

Eingefleischte Radfahrer sagen gern, dass ein Elektrorad "schummeln" ist. Doch davon sollte man unbeeindruckt bleiben. Besser mit ein bisschen "Schummeln" schonend trainieren und dabei die Natur genießen als ganz auf das Vergnügen zu verzichten. Wer sich über Menschen mit Elektrorad lustig macht, ist engstirnig. Elektroräder werden immer beliebter. Im Jahr 2011 waren vier Prozent aller in Deutschland verkauften Fahrräder Elektroräder. Das bedeutet einen Anstieg um 55% gegenüber 2010.

 

Pedelecs-25 und Pedelecs-45

 

Pedelecs-25 sind Elektrofahrräder, deren Hilfsmotor sich automatisch abschaltet, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h überschritten wird.

Pedelecs-45 erlauben dem Fahrer eine Beschleunigung bis 45 km/h und gelten damit gesetzlich als Kleinkrafträder. Menschen, die nach dem 30. März 1965 geboren sind, brauchen für Kleinkrafträder einen Mofaführerschein. Zudem müssen Pedelecs-45 eine Haftpflichtversicherung und ein Kennzeichen haben.

 

Worauf muss man bei einem guten Elektrorad achten

 

Akku

Die durchschnittliche Reichweite des Akkus sollte etwa 50 km betragen. Das bedeutet, dass ohne Gegenwind und auf geraden Strecken sogar eine Distanz von bis zu 100km erreicht werden kann.

Die Leistung des Akkus lässt nach 300 bis 500-maligem Aufladen nach. Ein guter Akku sollte zwei Jahre Garantie haben.

 

Steuergerät

Das Steuergerät ist zur Leistungseinstellung wichtig. Damit kann man regulieren, wieviel Unterstützung durch den Motor man möchte. Ein gutes Steuergerät hat mehrere Leistungsstufen und zeigt an, wie lange der Akku noch hält.

 

Rahmen

Ein guter Fahrradrahmen muss stabil sein, ohne dabei zuviel Gewicht zu haben. Eine gute Richtlinie ist ein Gewicht von 20 bis 25 kg (unbeladen). Zudem sollte der Rahmen eine Garantie von zehn Jahren haben.

 

Motor

Je nach Modell befindet sich der Hilfsmotor am Vorderrad, Hinterrad oder an der Achse. In bergiger Gegend ist ein Frontmotor besser geeignet. Die gewünschte Leistungsstärke des Motors richtet sich nach den individuellen Wünschen. Wer hauptsächlich seine Kondition verbessern möchte, braucht ein weniger leistungsstarkes Modell. Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten lieber auf stärkere Unterstützung durch den Motor achten.

Foto oben: Petar Milošević

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.