Entspannung für Eltern

Väter und Mütter sind über Jahre hinweg starkem Stress ausgesetzt, während sie ihre Kinder durch das Leben leiten. Zwischendurch müssen sich die Eltern bewusst entspannen, denn sonst machen die Nerven irgendwann nicht mehr mit. 

Nervlich zu stark angespannte Eltern sind nicht in der Lage, sich hundertprozentig ihrer Familie zu widmen, wenn es notwendig ist, und ihre geistige, emotionale und körperliche Gesundheit zahlen einen hohen Preis, wenn man nicht rechtzeitig lernt, sich zu entspannen.

Toll ist, wenn beide Elternteile sich gegenseitig eine Nacken- und Schultermassage geben können, wenn sie merken, dass sie gestresst sind. Ist das nicht möglich, hilft aber auch eine Selbstmassage. Besonders sollte man sich auf die Zonen konzentrieren, die spürbar verspannt sind, wie Nacken, Schulterbereich und Rücken. Dabei geht es nicht nur um die Entspannung der Muskeln, durch die Massagebewegungen wird das Nervensystem beruhigt und im Gehirn wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet.

Ab und zu tut ein Spaziergang an frischer Luft Wunder. Wenn die Kinder beschäftigt sind, ruhig mal eine Viertelstunde durch den Park gehen und dabei bewusst die Düfte der Umwelt wahrnehmen. Als Alternative tut es auch gut, sich auf den Balkon zu setzen, und Geräusche und Stress buchstäblich für einige Minuten auszuschließen.

Je größer der Stress, umso mehr Probleme kann man mit dem Einschlafen haben. Deshalb ist es ratsam, sich eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen meditative und entspannende Musik zu hören und damit die Nerven herunterzufahren. Schön bequem auf das Sofa setzen und mit geschlossenen Augen die Musik aufsaugen.

Tägliche Bewegung ist notwendig zur Entspannung der Nerven und Muskeln. Es muss gar kein Powersport sein, wichtig ist Regelmäßigkeit und Spaß bei der Bewegung. Ruhig mal eine kurze Runde mit dem Fahrrad drehen und das Auto stehen lassen. 

Hat man das Gefühl, alles wird einfach zuviel und man verliert den Überblick, hilft rechtzeitige und langfristige Planung der Pflichten und Prioritätensetzung. Weniger wichtige Dinge kann man oft eliminieren oder verschieben. Macht man sich am Abend vorher eine Liste mit Pflichten, die erledigt werden müssen, nach Wichtigkeit geordnet, kann man sich den Tag strukturieren und ruhiger und gelassener angehen.

Bei der guten Ernährung nicht nur an die Kinder denken! Nur weil es schnell gehen muss, sollte man für sich selbst nicht auf weniger gutes Essen zurückgreifen. Der Körper kann besser mit Stress umgehen, wenn er seine notwendigen Nährstoffe bekommt.

Eine sinnvolle und wirksame Methode gegen akuten Stress sind Atemübungen. Wenn einen die Kinder mal wieder auf die Palme bringen, tief einatmen und auf langes Ausatmen achten, 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und mehrmals wiederholen. Das Gehirn setzt durch das bewusst verlängerte Ausatmen Mechanismen zur Beruhigung der Nerven frei.