Aufgaben und Gewohnheiten für 3 bis 5-Jährige Kinder

Mutter und kleines Kind

In diesem Alter ist es besonders wichtig, in den Kindern bestimmte Gewohnheiten zu wecken und ihnen kleine Aufgaben zu geben. Nicht nur assimilieren sie so einen guten Lebensstandard, auch fördert man so ihre Selbständigkeit und Selbstsicherheit im Alltag. 

 

 

Ein 3- bis 5-Jähriges Kind ist sehr aufnahmefähig und gewillt, seine Unabhängigkeit zu gewinnen. Mit einer Reihe kleiner Aufgaben können die Eltern ihm helfen, Stolz und Erfolgserlebnisse zu empfinden und dabei wesentliche Angewohnheiten zu lernen, die ihm ein Leben lang nutzen werden. Kinder entwickeln sich unterschiedlich, weshalb die Eltern nicht versuchen sollten, ihrem Kind Aufgaben aufzuzwingen, für die es noch nicht bereit ist. Sie können dem Kind frühzeitig bestimmte Aufgaben zeigen, doch wenn es noch nicht reif genug ist, sie zu bewältigen, sollten sie Eltern einige Zeit warten und es später noch einmal versuchen. Die meisten 4-Jährigen Kinder sind in der Lage, folgende Aufgaben erfolgreich zu bewältigen:

 

- Allein einschlafen, ohne Hilfe der Eltern.

- Das Gesicht waschen.

- Vor dem Essen die Hände waschen.

- Ihre Kleidung vom Boden aufheben.

- Den Tisch decken helfen.

- Nach dem Waschen den Wasserhahn schließen.

- Knöpfe zu und auf machen, wenn auch langsam.

- Sich allein anziehen.

 

Ziel und Fortschritt

 

Das Ziel ist es, durch regelmäßige Wiederholung und Geduld Angewohnheiten zu schaffen, die Ordnungssinn, Gesundheit, Hygiene, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein des Kindes fördern.

Jede Woche zeigen die Eltern dem Kind eine Aufgabe, die in dieser Woche geübt werden soll. Man muss dem Kind ausreichend erklären und zeigen, was es tun soll und wann man diese Aufgabe von ihm erwartet. 

Im Verlauf der Woche beobachten die Eltern, wie das Kind mit dieser Aufgabe zurecht kommt. Gegebenenfalls können sie eine Tabelle an die Wand heften, auf der die Aufgabe und der Wochentag stehen. Für einen Tag, an dem das Kind die Aufgabe gut genug geschafft hat, bekommt es Smiley-Gesicht, im anderen Fall ein trauriges Gesicht. Am Ende der Woche geht man mit dem Kind die einzelnen Tage durch und bespricht den Erfolg der Aufgabe. Bei überwiegend Smileys bekommt das Kind eine Belohnung. Bei Misserfolg sollte es allerdings nicht bestraft werden, dadurch wird es nur widerborstig, vielmehr wird die gleiche Aufgabe eine weitere Woche wiederholt. Die Belohnung sollte allerdings nichts Materielles sein, sondern ein Ausflug oder ein Spiel. Durch materielle Belohnungen lernt das Kind, für jede gute Tat eine Gegenleistung zu erwarten und es werden schlechte Angewohnheiten geschaffen.