Was ist Torrefacto und wie wirkt es sich auf Diabetiker aus?

 karamellisierte Kaffeebohnen

Torrefacto nennt man Kaffee, der speziell nach Spanischer traditioneller Art mit Zucker geröstet wird. Die Tatsache, dass Zucker verwendet wird, wirft die Frage auf, ob Spanischer, zuckergerösteter Kaffee für Diabetiker geeignet ist. 

 

 

Torrefacto bekommt man in Spanien, Frankreich, Portugal, Costa Rica oder Argentinien, doch der einzigartige Geschmack der zuckergerösteten Kaffeebohnen sorgt für immer mehr Beliebtheit auf der ganzen Welt. Erhältlich ist Torrefacto als 100%ige Zuckerröstung oder gemischt mit natürlich gerösteten Kaffeebohnen, meist im Verhältnis 70% regulärer Kaffee zu 30% Torrefacto.

 

Einer der größten Hersteller von Torrefacto in Spanien ist: www.cafescamali.com

 

Wie unterscheidet sich Torrefacto von regulär geröstetem Kaffee?

 

Die Kaffeebohnen werden zunächst auf herkömmliche Weise geröstet. Im Verlauf des Röstprozesses wird den Kaffeebohnen Zucker beigefügt. Der Zucker karamellisiert durch die Hitze und gibt den Kaffeebohnen ein dunkel glänzendes Erscheinen. 

Der beigefügte Zucker beeinflusst Geschmack, Aussehen und chemische Zusammensetzung des Kaffees.

Die Zuckerröstung reduziert den Säuregehalt des Kaffees und betont dadurch den natürlichen Geschmack. 

In zuckergeröstetem Kaffee befinden sich mehr Antioxidantien, er besitzt also höhere antioxidative Eigenschaften als herkömmlicher Kaffee.

Der karamellisierte Kaffee ist wesentlich dunkler als normaler Kaffee, sieht für viele Kaffeetrinker besonders als Cappuccino, Latte oder Milchkaffee besser aus.

 

Torrefacto und Diabetes

 

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Diabetiker auf den Genuss von zuckergerösteten Kaffee verzichten oder ihre Gewohnheiten ihres üblichen Kaffeegenusses ändern müssen. Auch ist es in den Herstellungsländern nicht erforderlich, einen Kunden darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Zuckerlröstung handelt. 

 

 

Durch die Röstung entsteht eine dunkelbraune Glasur auf der Kaffeebohne. Diese Glasur entsteht durch einen Prozess, der als Pyrolyse bekannt ist und die chemische Zusammensetzung des Zuckers verändert. Während dieses Prozesses wird der Zucker in Fructose und Glucose gespalten. Fructose benötigt kein Insulin für den Stoffwechsel und stellt daher für Diabetiker kein Problem dar. Glucose ist gewöhnlich ein Grund zur Vorsicht bei Diabetikern, doch sind die Mengen an Glucose in einer Tasse Kaffee so gering, dass sie sich weniger auf Diabetes auswirkt als das Koffein im Kaffee. Koffein kann für Schwankungen im Zuckerhaushalt sorgen, als Diabetiker sollte man also bereits wissen, wieviel Kaffee man vertragen kann. Um mehr über die Auswirkung von Koffeinhaltigem Kaffee auf Diabetes zu erfahren, sollte man sich mit dem behandelnden Hausarzt besprechen. 

 

Im Titelbild sieht man zuckergeröstete Kaffeebohnen. So sehen herkömmlich geröstete Kaffeebohnen im Vergleich aus:

Kaffeebohnen herkömmlich geröstet